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Wie sich Düsseldorfs Logistikmarkt entwickelt

Wirtschaft in Düsseldorf : Logistikmarkt auf Erholungskurs

Investitionen in gewerblich genutzte Immobilien und Grundstücke sind in der Pandemie stark zurückgegangen. Doch eine Ausnahme gibt es.

Während der Markt für Gewerbeimmobilien im vergangenen Jahr insgesamt extrem geschwächelt hat, fällt ein Bereich positiv auf: die Logistikflächen. Wie eine Analyse von Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate für die Region Düsseldorf (unter anderem mit Krefeld, Mönchengladbach, Mettmann und Ratingen) ergibt, lag der Flächenumsatz bei 303.000 Quadratmeter, womit das Vorjahresergebnis mehr als verdoppelt wurde. Beim Blick auf die letzten zehn Jahre lag das Ergebnis sechs Prozent über dem Durchschnitt.

Auch in der Gesamtschau zeigt sich die Stärke. Im Verhältnis zu Investitionen wie in Büro- oder Handelsgebäude entfielen rund sechs Prozent auf Logistik- und Industrieimmobilien. „Noch nie hatte dieses Segment einen so hohen Stellenwert für das Geschehen am Düsseldorfer Gewerbeimmobilieninvestmentmarkt“, stellte zuletzt Savills für das Stadtgebiet fest.

Christopher Raabe, Geschäftsführer bei BNP Paribas Real Estate, sagt zum Trend: „Verantwortlich für die signifikante Steigerung der Nachfrage ist einerseits die Tatsache, dass viele Unternehmen sich auf die veränderten Rahmenbedingungen in Pandemiezeiten eingestellt und ihre Entscheidungsprozesse dementsprechend angepasst haben. Andererseits gibt es aber auch Branchen, die in den beiden zurückliegenden Jahren profitiert und ihre Nachfrage deutlich gesteigert haben.“ An erster Stelle nennt Raabe Teile des Handels – vor allem E-Commerce-Unternehmen.

Mit einem Umsatzanteil von knapp 43 Prozent liegen Handelsunternehmen aber noch hinter den Logistikdienstleistern mit 48 Prozent. Sieben Prozent des Umsatzes entfallen auf die Industrie.