Wie schütze ich mich vor Übergriffen? Düsseldorf: Kurs für Frauen -

Name und Nachricht: Michael Heyers redet Klartext mit Frauen

Wie können sich Frauen vor Übergriffen schützen? Kriminaloberkommissarin Michaela Heyers weiß es - und bringt ihr Wissen am Freitag in der Düsseldorfer VHS unter die Damen.

Nein, es ist kein Karatekurs und keine Übung darin, wie man am klügsten laut um Hilfe schreit. Wenn Kriminaloberkommissarin Michaela Heyers am Freitag im Vortragssaal der Volkshochschule darüber redet, wie sich Frauen vor gewalttätigen Übergriffen schützen können, dann geht es um Vermeidungsstrategien, aber auch um den realistischen Umgang mit der eigenen Angst.

Kriminalprävention ist das Thema der 47-Jährigen, die sich im Kommissariat für Prävention und Opferschutz auf die Bereiche Gewalt gegen Frauen und Kinder und sexuellen Missbrauch spezialisiert hat. Sie weiß, dass spätestens seit den massenweisen Silvesterübergriffen vor zwei Jahren viele Frauen Angst haben. Ihnen will sie eine realistische Gefahreneinschätzung vermitteln und Strategien für den Umgang damit entwickeln. Von Frontalvorträgen mit Statistiken hält sie nichts. "Die Frauen kommen mit ihren Ängsten und Erfahrungen, die brauchen keine Belehrung, sondern die Gelegenheit, selbst aktiv zu entscheiden, wie sie sich sicherer fühlen." So wird die Fachfrau eben auch darüber reden, wie sinnvoll die "Aufrüstung" der Handtasche mit Pfefferspray und Tränengas ist, und ob es notwendig ist, bestimmte Plätze oder Veranstaltungen zu meiden. Bislang hat Heyers solche Diskussionen auf Einladung von Einrichtungen für Frauen geführt. Jetzt will sie auch die Düsseldorferinnen erreichen, die nicht in Clubs oder Vereinen organisiert sind. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten will sie mindestens drei Mal im Jahr zu öffentlichen Veranstaltungen einladen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber an zwei Bedingungen geknüpft: Anmeldungen (unter 0211 8993603) sind notwendig und nur Frauen sind willkommen. "Damit wir offen reden können."

(sg)