Wie der Hauptbahnhof entstand

Bevor der Hauptbahnhof am heutigen Standort entstand, hatte es zwei private Vorläufer gegeben. Als Erste hatte die Elberfelder Eisenbahn-Gesellschaft 1838 einen Bahnhof im Bereich des heutigen Graf-Adolf-Platzes errichtet. 1845 kam von der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft ein Bahnhof im Bereich Luisenstraße/Friedrichstraße hinzu.

1880/1881 waren die verschiedenen Bahnlinien verstaatlicht worden. Und so wurde 1891 nach sechsjähriger Bauzeit der Düsseldorfer Hauptbahnhof am jetzigen Standort errichtet.

In seiner dreiteiligen Anlage stellte es in der wilhelminischen Zeit ein repräsentatives Bauwerk da. Bereits in den 1920er Jahren entsprach es aber nicht mehr dem Geschmack der damaligen Zeit, außerdem wurde bemängelt, der Bahnhof sei zu klein. Nach einem Architektenwettbewerb wurde 1936 das neue Empfangsgebäude mit dem markanten Turm eröffnet. Das Gebäude wurde im Krieg stark beschädigt und 1957 wiederhergestellt.

Mit einer kompletten Umgestaltung des Gebäudes wurde 1979 begonnen. Damals entstand einer der modernsten Großbahnhöfe der Deutschen Bundesbahn. Der "Superbahnhof" im "Flughafen-Look" mit Geschäften im Durchgangsbereich wurde 1985 eröffnet. Weitere Modernisierungen folgten in der Zeit von 2008 bis 2010. Bis heute reißt die Kritik an der Gestaltung des Bahnhofvorplatzes nicht ab. Das Grundstück liegt im Besitz der Bahn, die dort Flächen an Imbissbetreiber vermietet hat. Offenbar möchte das Unternehmen nicht auf diese Einnahmequelle verzichten.

Die Stadt hatte 2008 beschlossen, das Bahnhofsviertel zu verschönern und dabei Anwohner und Geschäftsleute in die Planung miteinbezogen. Unter der Abkürzung Ekiso (für Entwicklungskonzept Innenstadt Süd-Ost) soll das Viertel umgebaut werden. Zunächst geht es um die Gestaltung des Platzes vor dem Immermannhof, dem Worringer Platz und der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Karlstraße. Leitgedanke ist, dass die Bereiche großzügiger, heller und übersichtlicher werden.

(stz)
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