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Düsseldorf: Wettbieten um Filmplakate im Museum

Düsseldorf : Wettbieten um Filmplakate im Museum

Zum zehnten Mal fand am Samstag im Filmmuseum eine Filmplakatauktion statt, wo Filmfans Plakate aus unterschiedlichen Epochen ersteigerten. Der Startpreis betrug einen Euro, nach oben gab es kein Limit. Das bislang teuerste Plakat der Auktionsgeschichte ist "Die Stunde, wenn Dracula kommt", ein italienischer Horrorfilm von 1960, für 130 Euro.

"Horrorstreifen gehen immer gut", berichtete Auktionator Andreas Thein. Er hatte aus dem rund 40.000 Plakate umfassenden Archiv 125 Exemplare zur Versteigerung ausgewählt. Der Saal war randgefüllt mit Filmbegeisterten. Unter ihnen der aus Berlin angereiste Peter Claus, der nach Plakaten zu deutschen Filmklassikern aus den 1950/60ern suchte. "Mehr als 25 Euro möchte ich eigentlich nicht ausgeben", erzählt er. Das war bei vielen Plakaten auch gar nicht notwendig.

Als zu Beginn das Plakat des Animationsfilms "Der kleine Prinz" unter den Hammer kam, ging ein Raunen durch das Publikum. "Wenn bloß die Hälfte von Ihnen hier den Film gesehen hätte, wäre er nicht so ein Misserfolg geworden", scherzte Thein. Er hatte zu jedem Film eine Anekdote zu erzählen. Beim Plakat zur Komödie "Irrational Man" lieferte sich Axel Sasserath ein Wettbieten mit seiner Sitznachbarin. Am Ende bekam er für zehn Euro den Zuschlag. "Mir hat der Film sehr gut gefallen, aber das Plakat habe ich hauptsächlich wegen des Motivs ersteigert", sagt er.

(dans)