Düsseldorf: Werkschau von Müller-Schlösser

Düsseldorf: Werkschau von Müller-Schlösser

Eine Ausstellung erinnert an das Schaffen des Angermunder Künstlers.

Der Angermunder Kulturkreis erinnert mit einer Ausstellung an den Kaiserswerther Künstler Heiter Müller-Schlösser. Dieser war nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 89 Jahren am 20. März dieses Jahres gestorben. "Eine Ausstellung mit aktuellen Werken meines Vaters war ohnehin geplant. Daran hat er noch bis zu seinem Tod gearbeitet. Nun zeigen wir Ausschnitte aus seinem Lebenswerk", sagt Jan Müller-Schlösser. Und das ist genauso vielseitig wie das Leben des umtriebigen Künstlers, der viele Jahre auch in Thailand und auf Formentera gelebt hat und dreimal verheiratet war. Heiter Müller-Schlösser war ein Kommilitone von Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie, Bühnenbildner am Schauspielhaus unter Gustaf Gründgens, Werbedirektor bei Thyssen, Architekt und seit 1982 freischaffender Künstler.

"Mein Vater war offen für alles, unvoreingenommen, neugierig und hat vieles ausprobiert", sagt Jan Müller-Schlösser. Das zeigt sich deutlich in der Vielfalt der Stile und Materialien. So werden Werke in Acryl, Bleistift, Tusche, Wachskreise und Filzstift gezeigt. Es gibt fotorealistische Zeichnungen, Landschaftsaquarelle mit Motiven aus Kaiserswerth und Formentera und abstrakte Gemälde. "Es hat viele verschiedene Zyklen gestaltet und wurde dabei immer abstrakter. Er selber sprach von Reduzieren und absolutem Minimalismus", sagt Jan Müller-Schlösser. So hat der Künstler in seinen letzten Werken nur noch mit Formen gearbeitet.

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Auch als Bildhauer war Heiter Müller-Schlösser tätig, bevorzugte hier vor allen Dingen Metall als Werkstoff. "Alles was nicht niet- und nagelfest war, wurde von ihm verwendet", sagt Sohn Jan. "Er hatte immer etwas zu tun, hat sich immer mit Kunst beschäftigt und war schnell begeisterungsfähig." Die Werke von Heiter Müller-Schlösser, Sohn des Düsseldorfer Mundartdichters, sind an diesem und nächsten Wochenende im Bürgerhaus, Graf-Engelbert-Straße 9, zu sehen. Samstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Sohn Jan ist dann stundenweise anwesend.

(RP)
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