Düsseldorf: Weitere tote Fische im Weiher des Zooparks

Düsseldorf : Weitere tote Fische im Weiher des Zooparks

Trotz einer spektakulären Hilfsaktion der Feuerwehr am Sonntag geht das Karpfensterben im Teich im Zoopark offenbar weiter.

Wie RP-Leserin Margrit König berichtet, hat sie am Donnerstagabend am Ostufer des Gewässers erneut drei große tote Fische im Wasser treibend entdeckt. "Und mindestens zehn weitere Karpfen sprangen permanent aus dem Wasser und japsten nach Luft", so die Heilpraktikerin, die regelmäßig mit ihrem Hund im Zoopark spazieren geht.

Aufmerksame Passanten waren es auch gewesen, die am Sonntagnachmittag die Feuerwehr alarmierten, als sie elf tote Karpfen auf der Oberfläche des Zoo-Weihers entdeckt hatten. Und auch weitere Fischarten schnappten laut Augenzeugen auffällig nach Luft.

Die Feuerwehr baute daraufhin rund um den See mehrere große Wasserwerfer auf und wälzte mittels großer Fontänen über Stunden hinweg mehrere tausend Liter Wasser des Teichs um. Damit sollte der zu niedrige Sauerstoffgehalt im See erhöht werden, so die Auskunft der Einsatzleute.

Gemeinsam mit der Unteren Umweltschutzbehörde und einer Mitarbeiterin des Aquazoos hatten die Einsatzleute das Wasser zuvor untersucht. Offenbar ist ein verstopfter Zulauf der Düssel eine Ursache für den Sauerstoffmangel — und damit das Fischsterben. "Das würde passen", meint Margrit König, "denn rund um den See stinkt es enorm. Und das Wasser fließt auch nicht. Die Düssel hat ja ohnehin kaum Gefälle." Wie Einsatzleiter Oliver Lang berichtete, habe die Hitze neulich zunächst zu viel Wasser verdunsten lassen. "Und dann haben die jüngsten Regenfälle viel Schlamm nach oben gespült."

Nachdem am Donnerstagabend die Anwohnerin angesichts von drei weiteren toten Tieren erneut das Gartenamt und die Feuerwehr verständigt hatte, trafen deren Mitarbeiter noch gegen 20.45 Uhr am Zoo-Weiher ein.

"Es sei inzwischen genug Sauerstoff im Teich, hat man mir da mitgeteilt", berichtet Margrit König. Gartenamtsleiterin Doris Törkel erklärte auf Anfrage der Rheinischen Post, der Zulauf werde gereinigt und geprüft. Die genaue Ursache für den Tod der Karpfen sei aber nur durch die Untersuchung der Tierkadaver zu klären. Möglich sei auch, dass die Karpfen an einer Krankheit gestorben seien.

(RP)