Weihnachtsmarkt Düsseldorf 2018: Wir geben Gastro-Tipps

Durchprobiert: Wir geben Gastro-Tipps für den Weihnachtsmarkt

Bratwurst, Crêpes, Maronen oder Ofenkartoffeln kann man auf dem Weihnachtsmarkt essen. Alles okay, kein Problem. Es geht aber auch origineller. Wir haben ein paar ausgefallene Speisen auf Düsseldorfer Weihnachtsmärkten probiert.

Entenbrust im Brötchen auf Salatblatt

Die Entenbraterei liegt ein wenig versteckt auf dem Weihnachtsmarkt am Kö-Bogen. Zum Testzeitpunkt am frühen Abend ist es ziemlich leer – es gibt kaum Wartezeit.

Die Entenscheibe liegt im Weizen- oder Roggenbrötchen. Foto: Helene Pawlitzki

Das gibt es Die Wahl zwischen Brötchen oder Teller: Auf letzterem gibt es die Entenbrust mit Soße, Rotkohl und Klößen. Im Brötchen  liegt die Entenbrustscheibe auf einem Salat mit Preiselbeersoße.

So schmeckt es Die Entenbrust ist zwar ziemlich durch, aber doch sehr saftig. Satt macht das Brötchen auf jeden Fall. Die Preiselbeersoße ist angenehm süß-sauer. Das Brötchen ist ein bisschen pappig.

Das kostet es Die Entenbrust im Brötchen kostet 7,50 Euro; als Tellergericht 14,50 Euro.

Fazit An sich ist eine Entenbraterei auf dem Weihnachtsmarkt goldrichtig, die Idee ist klasse. Irgendwie mangelt es aber an Finesse, besonders in der Präsentation. Wer das Wort „Gourmet“ auf die Karte schreibt, sollte schon mal gehört haben, dass das Auge mitisst. (hpaw)

Flammkuchen frisch aus dem Elsass

Im Schatten des Riesenrades steht die kleine Bude als Teil des Französischen Dorfes auf dem Burgplatz. Zubereitet werden die Flammkuchen von Franzosen aus dem Elsass.

Auf dem Burgplatz gibt es Flammkuchen in 14 Variationen. Foto: Laura Ihme

Das gibt es 14 Variationen stehen auf der Karte, darunter der Klassiker mit Speck und Zwiebel, aber auch Kombinationen mit Ziegenkäse, Honig und Kräutern, mit Lachs oder Champignons. Man kann halbe und ganze Portionen bestellen.

So schmeckt es Die Klassik-Variation schmeckt so, wie sie sollte und ist definitiv eine leichtere Alternative zu Bratwurst und anderen Weihnachtsmarkt-Kalorienbomben. Auch wenn die Kuchen frisch aus dem Ofen kommen, sollte man schnell essen, sie werden nämlich ziemlich schnell kalt.

Das kostet es Halbe Portionen gibt es ab 4 Euro (Speck und Zwiebel), die teuerste Variation mit Lachs kostet als ganzer Flammkuchen 14 Euro.

Fazit Flammkuchen ist immer eine gute Alternative zur Bratwurst – allerdings kein Schnäppchen. (lai)

Frittierte Rosenküchle mit Karamell

Immer wieder bleiben Menschen vor dem Stand auf dem Engelchenmarkt stehen, schauen fasziniert zu, wie die tellergroßen Kränze frittiert werden. Der Verkäufer kommt nicht umhin, 100 Mal am Tag die Frage zu beantworten, ob’s schmeckt.

Rosenküchle mit Karamell- und Schokosauce. Foto: Nicole Kampe

Das gibt es Über eine Sternform wird Teig in heißes Fett gegossen, einmal wenden, noch mal wenden, und warten, bis das Rosenküchle goldbraun ausgebacken ist.

So schmeckt es Natürlich antwortet der Verkäufer immer „gut“ auf die Fragen. Und obwohl das Küchle nicht kalorienarm gebacken wird, schmeckt es lecker – ganz gleich, ob einfach mit Puderzucker oder aufgepeppt mit Schokosauce, Karamell, Früchten oder Einhornstreuseln.

Das kostet es Drei Euro kostet ein Rosenküchle mit Puderzucker, 3,50 Euro der Kranz mit Topping. Wer will, kann auch zwei Hälften unterschiedlich belegen.

Fazit Wer Crêpes satt hat, für den ist das Rosenküchle eine Alternative. Wenn auch deutlich fettiger. (nika)

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Gezwirbelte Kartoffeln am Schaschlikspieß

Eigentlich hat es die Twister auch mal mit Zucchini und Rettich gegeben. Die Kunden wollten aber alle nur die gezwirbelten Kartoffeln am Spieß, die auf dem Weihnachtsmarkt um den Kö-Bogen herum verkauft werden.

Die frittierten Spiral-Kartoffeln sehen toll aus. Foto: Brigitte Pavetic

Das gibt es Je eine dicke Kartoffel wird auf einen Spieß geschoben, kreisförmig aufgeschnitten, wie eine Ziehharmonika auseinander gezogen und kräftig durchfrittiert, bis sie knusprig ist.

So schmeckt es Einfach kommt die Twister-Kartoffel natürlich nicht über den Tresen, verfeinert wird sie mit Kräuter-Salz oder Pommes-Gewürz, Käse, Barbecue oder Chili. Knusprig und heiß ist sie bei den ersten Bissen. Sobald sie abgekühlt ist – und das ist sie schnell bei niedrigen Temperaturen – wird sie ein bisschen weich.

Das kostet es Für eine dicke aufgespießte Kartoffel mit Gewürz zahlt man 3,50 Euro.

Fazit Nicht zu vergleichen mit Kartoffelchips, etwas fettig. Wer aber etwas Deftiges braucht, ist goldrichtig am Stand. (bpa)

Heißer Bratapfel mit einer Füllung aus Marzipan

Das Bratapfelhaus-Konzept gehört zu den etwas neueren auf dem Weihnachtsmarkt am Schadowplatz, war dort erstmals 2016 zu finden.

Sünde mit Vitaminen: Marzipangefüllter Bratapfel. Foto: Nicole Lange

Das gibt es Angeboten wird Heißes aus Äpfeln. Punsch (mit Alkohol) oder Saft, im Teigmantel frittierte Ringe und vor allem: saftige Bratäpfel mit Marzipan und Rosinen.

So schmeckt es Der leicht säuerliche Bratapfel enthält nicht so viel von der Marzipan-Füllung, wie man es sich wünschen würde, ist aber herrlich weich und in der Variante mit Zimtzucker sehr weihnachtlich. Der heiße Punsch ist eine tolle Abwechslung zum normalen Glühwein.

Das kostet es Bratapfel mit Zimtzucker 5 Euro, mit Vanillesauce 5,50 und mit Calvados 6,50 Euro. Apfelringe im Teigmantel ab 4,50 Euro, Punsch 3,50 Euro.

Fazit Man fühlt sich nach so einem Apfel deutlich gesünder als nach vielen fettigeren Weihnachtsmarkt-Spezialitäten und hat ein gutes Gewissen. Allerdings passt danach noch etwas in den Magen. (nic)

Hirschgulasch mit Spätzle in brauner Soße

Haucks Hütte liegt auf dem Märchenmarkt auf dem Schadow-Platz. An der Wand hängen kleine Geweihe, in großen, schwarzen Kesseln köchelt Essbares.

Das Hirschgulasch schmeckt besser, als es aussieht. Foto: RP/Dominik Schneider

Das gibt es Die Kessel enthalten diverse Suppen, mit Bärlauch oder Süßkartoffeln, außerdem gibt es Grünkohl und Möhrengemüse. Als besonders „edel und lecker“ wird das Hirschgulasch angepriesen.

So schmeckt es Der geschmorte König des Waldes wird mit Spätzle serviert, in einer herzhaften Soße mit Zwiebeln. Das Fleisch ist mager und zergeht auf der Zunge, allerdings überdeckt die dicke Soße den Geschmack ein wenig. Nach Wunsch gibt es ein Brötchen, Mandarine und Holunderbeeren dazu.

Das kostet es Mit 8,50 Euro ist das Hirschgulasch nicht günstig. Dafür gibt es eine vollwertige, sättigende und leckere Mahlzeit auf die Hand.

Fazit So urig die Hütte wirkt, so wenig macht das Gulasch auf dem Papp-Teller her. Im Mund liefert es dagegen, was man sich von einem Wildgericht zur Weihnachtszeit verspricht. (dsch)

(hpaw/lai/nika/nic/bpa/dsch)
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