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Weihnachtsmärkte in Düsseldorf Ein besonderer Markt im Süden der Stadt

Düsseldorf · Ab Freitag wird es im Garather Schlosshof vorweihnachtlich. Die vier großen Garather Vereine laden zum zweiten Mal zum Weihnachtsmarkt. Vom Erlös sollen Geschenke für bedürftige Grundschulkinder gekauft werden.

 Die Holzhütten feierten im vergangenen Weihnachtsmarkt-Premiere. Die Helfer freuten sich.

Die Holzhütten feierten im vergangenen Weihnachtsmarkt-Premiere. Die Helfer freuten sich.

Foto: Andrea Röhrig

Alles, was im Rheinland zum zweiten Mal stattfindet, ist Tradition. So startet der privat organisierte „traditionelle“ Garather Weihnachtsmarkt am kommenden Wochenende in seine zweite Auflage. Am Freitag, 1. Dezember, geht es um 15 Uhr los. Dann soll drei Tage im Schlosshof Garath gefeiert werden.

Die Idee zu diesem besonderen Weihnachtsmarkt hatten die Mitglieder der vier großen Garather Vereine (Garather Jonges, Garather Sportverein, der Schützenverein und die Bürger- und Interessengemeinschaft Garath, BIG) schon vor drei Jahren. Doch Corona machte ihnen zweimal einen Strich durch die Rechnung. So war die Premiere erst vergangenes Jahr. Und die war erfolgreich. So erfolgreich, dass jetzt noch mehr Teilnehmer  dabei sind.

Die Organisation haben der Bezirksverwaltungschef Uwe Sandt und der Vorsitzende der BIG, Jürgen Meier, übernommen. Es gibt im Hof acht Hütten sowie zwei Stände, die in der großen Scheune stehen. Die Holzbuden sind mit Unterstützung aus den Verfügungsmitteln aus dem Topf Garath 2.0 angeschafft worden und können von Vereinen und Institutionen aus dem Stadtbezirk 10 kostenfrei für Veranstaltungen genutzt werden können. Ansonsten sind sie auf dem Gelände des Garather Schlosshofes eingelagert.

Am Montag wurde mit dem Aufbau begonnen. Die Hütten stehen hinter der großen Koppel des Gutshofs. Bis Freitag sollen sie weihnachtlich-festlich mit zahlreichen Lichterketten geschmückt bezugsfertig sein und die Besucher anziehen.

Neben den vier großen Garather Vereinen sind auch SOS-Kinderdorf und das Kulturhaus Süd an allen drei Tagen mit ihren Angeboten dabei, außerdem weitere Garather Institutionen und Vereine wie das Zentrum plus, die Ökumenische Hospizbewegung, die Geschichtswerkstatt, die Caritas, die evangelische und die katholische Kirchengemeinde sowie die Garather Grundschulen, um nur einige zu nennen. „Wir hatten jede Menge Anfragen auch von kommerziellen Anbietern“, sagt Uwe Sandt, „aber die haben wir alle abgelehnt.“

Denn der Garather Weihnachtsmarkt besteht ausschließlich aus Ehrenamtlern, und der Erlös von allem, was verkauft wird, soll wiederum gespendet werden. Lediglich die Ausgaben werden abgezogen. So kostet beispielsweise ein Glühwein – normalerweise im Schnitt vier Euro – im Schlosshof nur 2,50 Euro. „Wir wollen nichts verdienen. Aber mit Schuss“, erklärt BIG-Vorsitzender Meier lachend, sei der Glühwein „allerdings einen Euro teurer“.

Das Programm und das kulinarische Angebot sind vielfältig. Die BIG setzt auf Essen und Trinken. An ihrer Hütte gibt es Kaffee und Waffeln, Kinderpunsch und Glühwein sowie Grünkohl mit Mettwurst. Beim Besuch des Weihnachtsmarkts muss keiner verhungern, denn die Garather Jonges grillen, Mitarbeiter des Otto-Sohl-Hauses bieten herzhafte Teilchen und Plätzchen an,  und die Schützen versorgen die Besucher mit kalten und warmen Getränken.

Es gibt selbstgebastelte Deko zu kaufen – weihnachtlich und nichtweihnachtlich – sowie Anregungen für Weihnachtsgeschenke. Die Helfer von SOS- Kinderdorf haben jede Menge Selbstgemachtes im Angebot, vor allem Marmeladen und Liköre. Und es gibt ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm – vom Kindertheater über Mitmachtaktionen bis hin zu Gewinnspielen und dem Auftritt des Kulturhaus-Chores „Südsinger“ mit weihnachtlichen Klängen.

Und eine Premiere gibt es auch: Erstmalig ist ein Kinderkarussell dabei. Und auch die Mopped-Freunde kommen auf ihren historischen Mofas vorbei. Es ist also viel los an den drei Tagen. Nur der Weihnachtsbaumverkauf auf Schloss Garath startet erst eine Woche später. Denn Gutsverwalter Dankwart von Dörnberg unterstützt zunächst tatkräftig die dreitägige Aktion.

Düsseldorf: Besonderer Weihnachtsmarkt in Garath
Foto: grafik

Nach dem Weihnachtsmarkt ist die Arbeit für viele Helfer noch nicht vorbei. Dann wird abgerechnet. „Wir wollen die Erlöse eins zu eins weitergeben“, sagt Uwe Sandt. Die Organisatoren haben sich darauf geeinigt, eine Geschenkaktion für sozialschwache Kinder in der Adam-Steigerwald-Schule und der Grundschule Neustrelitzer Straße zu starten. „Wir möchten Wünsche erfüllen“, sagt Sandt. Die beiden Rektorinnen erarbeiten eine Wunschliste und dann wird eingekauft. Eine generationenübergreifende Aktion. Denn die Bewohner des Seniorenheimes St. Hildegard verpacken die Geschenke, ehe sie über die Schule an die Kinder gehen. „Jetzt hoffen wir darauf, dass zahlreiche Besucher zu unserem Weihnachtsmarkt kommen“, sagt Sandt. Denn je mehr Umsatz, desto mehr Geschenke.

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