Düsseldorf: Wehrhahn: Gericht lässt sich mehr Zeit für Beratung

Düsseldorf: Wehrhahn: Gericht lässt sich mehr Zeit für Beratung

Kurzfristig abgesagt hat das Landgericht den Prozesstag zum Wehrhahn-Anschlag. Vor drei Tagen hatten Staatsanwälte, Anwälte der Opfer und die Verteidiger des wegen zwölffachen Mordversuchs angeklagten Ex-Soldaten (51) auf Anregung des Gerichts ihr Zwischenfazit gezogen. Gestern wollte die Strafkammer nachlegen und selbst darstellen, wie die Richter die Beweisaufnahme bewerten. Dafür lässt sich die Kammer jetzt deutlich mehr Zeit. Bei dem Bombenanschlag am S-Bahnhof Wehrhahn waren zehn von zwölf osteuropäischen Sprachschülern überwiegend jüdischen Glaubens teils schwer verletzt worden, ein Baby kam im Mutterleib zu Tode.

Die Staatsanwaltschaft hält den 51-Jährigen als Urheber für überführt. Der Angeklagte habe in einem Telefonat geäußert, er fürchte, wegen der Tat verdächtigt und festgenommen zu werden - und das so kurz nach dem Verbrechen, dass nur der Täter wissen konnte, dass hier kein Unglücksfall vorlag. Seine Anwälte hatten dem widersprochen. Erst für den 28. Mai ist der nächste Termin geplant.

(wuk)
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