Kommunalpolitik in Düsseldorf Was wird aus dem Ponyhof in Bilk?

Düsseldorf · Am Dienstag entscheidet die Bezirksvertretung 3, ob die Pony-Ranch von ihrem jetzigen Standort zwischen Völklinger Straße und Südring nach Düsseldorf-Hamm zum Aderdamm zieht.

 Yvonne Krüll und ihre Ponys könnten in Hamm ein neues Zuhause finden.

Yvonne Krüll und ihre Ponys könnten in Hamm ein neues Zuhause finden.

Foto: Marc Ingel

Im grünen Westen von Bilk wird gebaut: Auf einem mehr als zehn Hek­tar großen Areal Auf’m Tetelberg, zwischen Völklinger Straße und Sternwartpark, entsteht bald das neue Luisen-Gymnasium, außerdem wird es hier zahlreiche, teilweise preisgedämpfte Wohnungen sowie Gewerbeflächen geben. Das Gelände sei, wie es in der Ausschreibung der Stadt heißt, „eine der bedeutenden Potenzialflächen“ in Düsseldorf.

Doch obwohl ein Teil des Planungsgebiets brach liegt, eine Freifläche war das Areal bisher nicht: Mehrere Schrebergärten, das Kulturlabor und die „Kreativ-Oase“ Datscha müssen für das Bilker Großprojekt weichen – und auch Fafas Ponyhof von Betreiberin Yvonne Krüll.

Zumindest für letzteren könnte es bald einen neuen Standort geben: Die Bezirksvertretung 3, zuständig für den Hafen, Bilk, Unter- und Oberbilk sowie Friedrichstadt, Hamm, Flehe und Volmerswerth, wird in ihrer Sitzung am kommenden Dienstag, 21. Januar, darüber entscheiden, ob die Ponyranch an den Aderdamm in Hamm ziehen kann.

Dieser Standort, so heißt es in der Beschlussvorlage der Bezirksvertretung, sei kurzfristig verfügbar, zudem sei er mit einer Bruttogeschossfläche von rund 390 Quadratmetern nur unwesentlich kleiner als das bisherige Gelände Auf’m Tetelberg.

Zudem könne das Gelände in Hamm in seiner bisherigen Form weitgehend erhalten bleiben, es sei für die Haltung der Pferde geeignet und auch Bodenversiegelung sei nur in geringem Maße nötig. Die Stadtverwaltung äußerte im Vorfeld keinerlei Bedenken gegen die Verlegung des Ponyhofs nach Hamm.

Farfas Ponyranch, auf der kranke oder schlecht behandelte Pferde ein neues Zuhause finden, ist bei Kindern in Bilk beliebt und bietet unter anderem Reitkurse und Ferienlager. Der mögliche neue Standort liegt etwa zwei Kilometer von der bisherigen Ranch entfernt. Trotz der guten Aussichten bleibt Betreiberin Yvonne Krüll skeptisch „so lange ich keinen Pachtvertrag unterschrieben habe“.

Zumindest für den kleinen Bauernhof scheint damit eine Lösung in Griffweite. Für die Kleingärten wird die Stadt gesetzmäßige Entschädigungen anbieten. Unklar bleibt die Zukunft der Datscha und des Kulturlabors. Gegen deren Verlegung – oder gar Schließung – hatte sich eine Bürgerinitiative formiert.

Am Donnerstag nach der Sitzung der Bezirksvertretung, also am 23. Januar, werden Vertreter dieser Initiative gemeinsam mit dem städtischen Planungsamt, Anwohnern und Betroffenen das Planungsgelände in Bilk begehen. Ruth Orzessek-Kruppa, Leiterin des Planungsamtes, will sich ein Bild von den Örtlichkeiten machen und die dort gewachsenen Strukturen kennenlernen.

Es sollen Möglichkeiten erläutert werden, wie die bestehenden Einrichtungen erhalten werden können – ein Vorschlag wäre eine Integration in den neu entstehenden Komplex. Ob das möglich ist, wird sich beim Rundgang zeigen.

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