Twittwoch bei der Rheinischen Post: Was sexy Altbier mit Twitter zu tun hat

Twittwoch bei der Rheinischen Post: Was sexy Altbier mit Twitter zu tun hat

Twitter ist ein globaler Dienst - richtig gut wird Twitter aber mitunter erst, wenn es ums Lokale geht. Deswegen suchte der achte Düsseldorfer "Twittwoch" am Aschermittwoch auch die "Local Heroes" aus der Landeshauptstadt. Es kamen 130 gut gelaunte Social Media-Nutzer und gesprochen wurde über Sexyness im Bierglas, die Intimität des Rheinbahn-Fahrens, Stadtteilblogs und Hochkant-Videos.

Nach Stationen im NRW-Forum, der Tonhalle und der Kunstsammlung NRW fand der Twittwoch dieses Mal im Konferenzzentrum der Rheinischen Post in Heerdt statt. Die Organisatoren André Paetzel (Deutsche Markenarbeit) und RP-Redakteur Daniel Fiene luden zur Podiumsdiskussion mit ihren Gästen und zum anschließenden "freien, offenen Netzwerk-Treffen" (Paetzel) bei Altbier, Mettbrötchen und Frozen Yogurt von Mit-Sponsor Yomaro.

Die Themenpalette der lokalen Social Media-Szene ist bunt: Carmen Hillebrand, bei Twitter unter @CarmenHi unterwegs, ist profilierte Food-Bloggerin aus Düsseldorf. Sie schreibt über die neue Burger-Kultur in der Stadt, über den Trend zu Restaurants für Veganer und Vegetarier - und "Craft Beer", also handwerklich gebrautes Bier, das derzeit eine Renaissance erlebt. Wie sexy Bier im Glas sein kann, fragte Carmen Hillebrand sich und die Twittwoch-Teilnehmer.

Klar ist Altbier sexy. Ein leeres Glas ist unsexy. #twdus pic.twitter.com/tlSaaRokBI

— LotteG (@_LotteG) February 18, 2015 #twdus bei @rponline mit @fiene, @paetzel und dem ersten Gast @CarmenHi pic.twitter.com/mN55L1gmLI

— Oliver Havlat (@oliverhavlat) February 18, 2015 @carmenhi gilt als Social Food Networkerin in DUS und referiert über den Trend Craft Beer #twdus pic.twitter.com/uRYxpH55Lx

— KüchenKosmonaut (@KuechenKosmo) February 18, 2015Gleich mal den Bierbrauautomat auf die Amazon Wishlist setzen. #twdus

— Martin Müller (@Bassmueller) February 18, 2015Mysteriös blieb der zweite Gast, weil er gar nicht anwesend war: Fiene und Paetzel suchten den geheimnisvollen " Mr. Düsseldorf", der mit seinen Ausgeh-Tipps, News zu Club-Events und Terminen in der Stadt mittlerweile über 50.000 Facebook-Fans erreicht - aber selbst unerkannt bleiben will. "Mr. Düsseldorf" gab beim Twittwoch zwar bereitwillig Auskunft über sein Projekt, das "weniger eine geplante Sache, sondern ein Zufall" gewesen sei, outete sich als Lokal-Patriot ("Bin am Rhein geboren und aufgewachsen, viel gereist, aber immer wiedergekommen") - blieb aber konsequent unsichtbar, denn die beiden Moderatoren führten das Interview im Chat-Fenster. Trotz der wachsamen Teilnehmer, die ihre Nachbarn zur Linken und zur Rechten mit Argusaugen beobachteten, ob die nicht gerade eifrig ins Smartphone tippten, als der Unbekannte selbiges auf der Chat-Leinwand tat - die "Jagd auf Mr. Düsseldorf" blieb an diesem Abend erfolglos.

Premiere beim #twdus - ein Chatinterview und wir sollen den Gesprächspartner "Mr. Düsseldorf" enttarnen. Geniale Idee!!

— Astrid Christofori (@A_Christofori) February 18, 2015Aufgepasst: Mr. Düsseldorf ist der mit dem Smartphone in der Hand. #twdus #twittwoch

— Björn Korff (@bjoernkorff) February 18, 2015Who is Mr. Düsseldorf? Eine digitale Lovestory beginnt. #twdus

— Christin Fiedler (@ChristinFiedler) February 18, 2015 @Mr_Duesseldorf kann einfach nur der Wendler sein. #twdus

— FeeManon (@FeeManon) February 18, 2015Mr. Düsseldorf is Legion. #twdus pic.twitter.com/yDGAHpnJyk

— Alexander Cyliax (@cyliax) February 18, 2015Sehr öffentlich macht hingegen Erkan Dörtoluk das, was er macht: Er fährt mit der Rheinbahn und schreibt auf, was er dabei hört. @rheinbahn_intim ist sein Twitter-Name, unter dem er die kuriosesten Hör-Fundstücke aus seinem Alltag verbreitet. Kostprobe: "Elkes Tochter war ja so kaufsüchtig. Jetzt war sie beim Arzt und der hat gesagt, das Shopping kommt von der Schilddrüse. (Maria, 64)".

Unterwegs in Tarif Zone A mit @rheinbahn? Achtung vor Mann in der Mitte. Er hört mit! :-) @rheinbahn_intim #twdus pic.twitter.com/0ELcbx0sKb

— Rebecca Ritter (@Bente_Jacobsen) February 18, 2015Denk ich an die Jugend in der Nacht,... :-) #twdus #Pisa @rheinbahn_intim pic.twitter.com/lElY70zeI3

  • Twittwoch bei der RP : Düsseldorfer Social-Media-Szene trifft sich
  • Barcamp bei der Rheinischen Post : Das Neuland besucht #Düsseldorf

— Thomas Kötter (@Thomas_Koetter) February 18, 2015"Kai denkt, er kriegt einen Strafzettel, rennt runter und brüllt den Sheriff an. Dabei stand der nur rum und war am whatsappen." (Ben, 26)

— rheinbahn intim (@rheinbahn_intim) February 2, 2015"Der Felix ist halt kein Styler, der würde nie zu Starbucks gehen. Der holt sich seinen Kaffee morgens in der Metzgerei." (Lukas, 19)

— rheinbahn intim (@rheinbahn_intim) January 27, 2015Dörtoluk freut sich jeden Tag über den "intensiven Talk im innerstädtischen Bereich" sagte er. Er sei stets in Tarifzone A unterwegs, und dort gebe es auch die interessantesten Gespräche. Viele Menschen, gab er aber noch zu Protokoll, missverstünden jedoch sein Projekt "Rheinbahn intim": "Ich bekomme häufig Anfragen, etwa, warum die 713 nicht fährt." Die Rheinbahn freuts:

Die Rheinbahn findet es super, wenn @rheinbahn_intim, die Beschwerden bekommt ;-) #twdus

— Rheinbahn (@Rheinbahn_Info) February 18, 2015Und schließlich machte Digital-Marketing-Spezialist Markus Eckartz im Gespräch mit Paetzel und Fiene noch zwei Feststellungen: Der Experte für Lokalblogs stellte fest, dass "noch nicht alle Düsseldorfer Stadtteile ordentlich verbloggt" und rief die Social Media-Szene in der Stadt auf, das zu ändern. Und, etwas allgemeiner, stellte er fest, dass Facebook so etwas wie eine kleine Medienrevolution hervorgerufen habe: "Hochkant-Video ist eine Medienform, die vorher nicht existierte."

Mein Wort des Abends: "Hochkantvideo" #twdus

— Franziska Bluhm (@franziskript) February 18, 2015Interessanter Aspekt: damit ein "Shitstorm" entstehen kann, muß irgendjemand überhaupt erst einmal etwas geschrieben haben .... #twdus

— Astrid Christofori (@A_Christofori) February 18, 2015Im folgenden Tweet ist Markus Eckartz (Mitte) im Gespräch mit Daniel Fiene (Links) und André Paetzel (Rechts):

Danke für die Blumen @thrcktscntsts ! #wordpress kann so oder so aussehen ;-) #twdus #aschertwittwoch #düsseldorf pic.twitter.com/n4P0d5SmPW

— THE DORF (@thedorf_de) February 18, 2015Beim anschließenden Netzwerken tauschten sich die Teilnehmer intensiv aus. Vielleicht entstanden dabei neue Lokalblogs - oder auch Verabredungen zum Craft Beer-Test in der Stadt. Der nächste Twittwoch wird es zeigen. Und der soll, das versprachen die Organisatoren, noch in diesem Jahr stattfinden.

Vielen Dank an @fiene und @paetzel für Moderation & Orga, war ja auch ein Aschermettwoch ;-) #twdus #Aschertwittwoch pic.twitter.com/m49FPds01o

— Stephan Schwering (@StpnLibrarian) February 18, 2015Danke @fiene& @paetzel& @Yomaro_DUS und allen anderen für einen gelungenen #twdus in #Düsseldorf #thedorf pic.twitter.com/RtB763LSYx

— THE DORF (@thedorf_de) February 18, 2015Auch unsere Kollegen von Tonight.de haben den Twittwoch besucht: Hier der Nachbericht von Karoline Hatt.

Hier finden Sie alle Tweets, rund um den Twittwoch in Düsseldorf:

[ View the story "8. Twittwoch Düsseldorf #twdus " on Storify]

(hav)