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Neue Mobilität: Was man über Carsharing wissen muss

Neue Mobilität : Was man über Carsharing wissen muss

Durch das Smartphone sind die Leihautos für Kurzstrecken so benutzerfreundlich wie nie zuvor geworden. Wir erklären, wie Carsharing in der Praxis funktioniert - und für wen sich eine Mitgliedschaft bei den Anbietern Car2Go oder DriveNow lohnt.

Wie funktioniert Carsharing?

Wer Mitglied bei einem Anbieter ist, kann spontan Autos mieten, die übers ganze Stadtgebiet verteilt stehen ("Free Floating"). Die Anbieter Car2Go und DriveNow haben jeweils rund 300 Fahrzeuge in Düsseldorf im Einsatz. Mit einer Chipkarte können die Nutzer jedes der Fahrzeuge öffnen, geben zur Sicherheit einen Sicherheitscode ein - und können den Motor starten. Abgerechnet wird im Minutentakt.

Für wen lohnt sich Carsharing?

Vor allem für Gelegenheits-Autofahrer, die im städtischen Raum wohnen. Grundsätzlich gilt: Ein Ersatz für ein eigenes Auto ist Carsharing nur in Kombination mit Bahnen, Bussen und Fahrrad oder als Ergänzung zum eigenen Auto. Das zeigt sich auch an den Nutzern: Mehr als die Hälfte der Car2Go-Kunden verfügt über ein Rheinbahn-Ticket. Das Verkehrsunternehmen unterstützt Carsharing mit speziellen Angeboten. Auffallend ist auch, dass viele Carsharing-Kunden jung sind: Ein Großteil ist im Alter von 25 bis 35 Jahren.

Wie findet man ein Fahrzeug?

Beide Anbieter setzen vor allem aufs Smartphone. Mit einer App können sich Nutzer anzeigen lassen, wo in der Nachbarschaft ein Auto steht und es direkt reservieren. Dies ist der komfortabelste Weg. Auch möglich ist die Suche über die Webseite der Anbieter oder per Telefon. In der Regel findet sich in innerstädtischen Vierteln immer ein Auto im näheren Umkreis.

Welche Automodelle gibt es?

Car2Go ist ein Angebot des Daimler-Konzerns und setzt vollständig auf den Smart. Alle Wagen haben ein Automatikgetriebe. Die Vorteile: Die Betriebskosten sind gering, außerdem findet man fast immer einen Parkplatz. DriveNow gehört zu BMW und bietet eine abwechslungsreichere Flotte. Die meisten Fahrzeuge sind Minis, einige sogar als Cabrio. Im Angebot sind aber auch die BMW-Modelle 1 und X1. Es gibt auch Schaltwagen, der Trend geht allerdings auch bei DriveNow zum Automatik - aus Rücksicht auf internationale Nutzer.

Was kostet Carsharing?

Der Standardpreis bei Car2Go beträgt 29 Cent pro Minute, die Stunde schlägt mit 14,90 Euro zu Buche, der Tag mit 59 Euro. Bei DriveNow kostet die Minute zwei Cent mehr als bei der Konkurrenz, es gibt allerdings auch Prepaid-Pakete mit günstigeren Konditionen. Die Anmeldung kostet bei Car2Go einmalig 19 Euro, bei DriveNow 29 Euro.

Wie finde ich einen Parkplatz in der Innenstadt?

Um Parkgebühren müssen sich Carsharing-Nutzer keine Sorgen machen - so lange sie im öffentlichen Straßenraum bleiben: Parkscheine müssen nicht gekauft werden, die Gebühren zahlt automatisch der Anbieter. Außerdem gibt es Plätze in ausgewählten Parkhäusern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fahrzeug-Sharing in Düsseldorf

(RP)