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Waldlehrer Franz Schnurbusch in Düsseldorf gestorben

Nachruf : Franz Schnurbusch: Der Mann aus dem Wald ist tot

Der bekannte Waldpädagoge aus dem Düsseldorfer Norden ist vergangene Woche gestorben.

Er war eine Institution. Als Lehrer, als Förster und als Waldpädagoge, der Aufgabe, die seine Berufung war. Sieben Jahre lang war Franz Rudolf Schnurbusch Revierförster, die einzigen Jahre seines Erwachsenenlebens übrigens, in denen er  der Vorschrift wegen bartlos war. Nebenbei studierte er Mathematik, wurde Lehrer  und sattelte noch ein Sonderpädagogikstudium drauf. An sieben Schulen in Düsseldorf stand er fortan auf dem Lehrplan. Schnurbuschs Klassenzimmer, das waren damals schon der Wald und die Natur, Orte, von denen er überzeugt war, dass jeder Mensch sie brauche, um Mensch sein zu können. Als er im Jahr 2002 in Rente ging, baute er das Waldpädagogium auf, in dem er nicht mehr nur Schulklassen mit Förderbedarf unterrichtete. Von Vogelkunde für Kinder bis zum Seminar für Führungskräfte reichte sein Angebot, Nachhaltigkeit und Konsumverzicht waren bei ihm schon immer ein Thema. Franz Schnurbusch, Vater von sechs Kindern und enge Bezugsperson auch  für viele seiner zahlreichen Schützlinge, ist vergangene Woche gestorben. Er wurde 81 Jahre alt. sg

(sg)