Düsseldorf: Voestalpine-Chef hält an Böhlerwerk am Stadtrand fest

Düsseldorf: Voestalpine-Chef hält an Böhlerwerk am Stadtrand fest

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will das Areal Böhler nicht etwa für eine Wohnbebauung veräußern. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Wolfgang Eder, gestern im Rahmen einer Unternehmerveranstaltung. In den Wirtschaftsclub eingeladen hatte dazu die IHK gemeinsam mit der Initiative "Zukunft durch Industrie" (ZDI). Der Konzern sei zurzeit liquiditätsmäßig gut aufgestellt: "Es besteht in der momentanen Lage überhaupt nicht die Notwendigkeit, uns von dem Gelände in Gänze zu trennen", sagte Eder vor mehr als 100 geladenen Gästen. Er setze weiter auf eine Mischnutzung. So finden dort zurzeit Messen statt, der Netzwerktreff Düsseldorf IN, und daneben gibt es industrielle Nutzungen. "Dieser Standort ist für uns das weltweite Zentrum zur Weiterentwicklung unseres 3D-Drucks mit Stahl", sagte Eder.

Zu Beginn sprachen Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen und der Unternehmer und ZDI-Chef Rolf Königs in der von RP-Wirtschaftsredakteur Thorsten Breitkopf moderierten Runde über die Bedeutung der Industrie in Düsseldorf. Geisel betonte, dass ein Nebeneinander von Industrie und Wohnen auch in einer hochverdichteten Stadt wie Düsseldorf weiter möglich und notwendig sei.

(RP)