Verhandlungen mit der Stadt: Vodafone-Hochhaus: Verkauf?

Verhandlungen mit der Stadt : Vodafone-Hochhaus: Verkauf?

Hinter den Kulissen des Düsseldorfer Büro-Immobilienmarktes wird derzeit eine der größten Transaktionen vorbereitet, die diese Branche hier je erlebt hat: Der Umzug der Vodafone-Niederlassung vom Seestern an eine neue Adresse.

Wobei das Wort Umzug den Sachverhalt nur in Teilen wieder gibt - man könnte auch von einer Zusammenlegung der verschiedenen Niederlassungen sprechen. Insgesamt beschäftigt der Telekommunikationsriese in Düsseldorf und direkter Umgebung etwa 6000 Menschen.

Vodafone-Sprecher Jens Kürten drückt sich vorsichtig aus: "Wir suchen einen optimalen Standort im Großraum Düsseldorf, an dem wir möglichst viele unserer Mitarbeiter unterbringen können." Idealerweise alle, aber das sei bei dieser Größenordnung schwierig.

Die Verhandlungen mit der Stadt und möglichen Grundstückseignern seien bereits weit fortgeschritten, man beschäftige sich auch nicht erst seit gestern mit dem Thema. Schließlich laufen die Mietverträge für die Standorte Seestern und Ratingen 2011 beziehungsweise 2012 aus - bis dahin müsse man Alternativen zur Verfügung haben.

Kürten erklärte weiter, es gebe auch in unmittelbarer Umgebung des Seesterns mehrere denkbare Grundstücke, wollte sich aber nicht konkreter äußern.

In der Immobilienbranche jedoch weiß man, dass dort Richtung Heerdt noch Platz ist. Ein Makler im Gespräch mit der RP: "Vor allem das frühere Gatzweiler-Grundstück unmittelbar am Heerdter Dreieck ist groß genug für ausreichende Büroflächen." Kürten wollte das nicht kommentieren.

Sollte man eine entsprechend große Immobilie mieten können, würden die Gebäude am Rheinufer überflüssig. Dort sitzen verschiedene Abteilungen des Unternehmens im Vodafone-Hochhaus (früher Mannesmann), daneben im Peter-Behrens-Bau und einer dritten Immobilie in der unmittelbaren Nachbarschaft. Würde man diesen Büroraum nicht mehr brauchen, wäre auch der Verkauf der Gebäude eine der Optionen, hieß es gestern bei Vodafone. Mit anderen Worten: Das Hochhaus, eines der Wahrzeichen Düsseldorfs und bei der Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch Vodafone ins Eigentum der Briten gekommen, würde erneut den Eigentümer - und damit auch den Namen - wechseln.

Außer am Seestern (3000 Menschen) arbeitet Vodafone in Ratingen (ca. 1500 Leute), am Mannesmann-Ufer (1000) und in einem Technik-Test-Zentrum in Bilk nahe Siemens mit über 100 Leuten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mannesmann-Hochhaus wird 50

(RP)
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