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Kommentar zum Franzsikanerkloster: Vielfältigkeit Düsseldorfs sichern

Kommentar zum Franzsikanerkloster : Vielfältigkeit Düsseldorfs sichern

Für die Innenstadt wird der Umzug der Franziskaner kaum zu spüren sein, wenn sie nach den jetzigen Plänen nur 300 Meter weiter in eine andere Kirche ziehen. Ihre seelsorgerischen und sozialen Dienste bleiben am Ort erhalten. Das ist wichtig für Düsseldorf.

Denn gute Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote allein machen eine Stadt nicht lebenswert, Bewohner und Gäste brauchen auch Anlaufstellen, die Rat und Hilfe für die Bewältigung des Alltags geben.

Deshalb ist es auch gut, dass die Diakonie Düsseldorf die Bergerkirche mitten in der Altstadt zu einem Beratungszentrum ausbaut und deutlich Flagge zeigt. Deshalb restauriert sie auch das alte Pfarrhaus und trägt so dazu bei, dass die Vielfalt der historischen Altstadt erhalten bleibt.

Ähnliches gilt für den Umzug der Franziskaner. Wenn die Gebäude an der Marienkirche saniert werden, profitiert davon auch das Wohnquartier an der Oststraße. Und die Chance, dem Stadtviertel ein eigenes, unverwechselbares Gesicht zu geben, bleibt mit der neuen Gestaltung des ehemaligen Klostergeländes bestehen.

Der Orden fühlt sich zu Recht verpflichtet, das Grundstück verantwortungsvoll zu vermarkten und eine Bebauung zu planen, die Düsseldorf an dieser Stelle lebenswert erhält. An diesem Anspruch wird das Ergebnis gemessen werden.

(RP/top)