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Düsseldorf: Viele Einbrüche zum Jahresende

Düsseldorf : Viele Einbrüche zum Jahresende

70 Fälle an den Feiertagen trüben die positive Bilanz der Polizei.

Viele Hundert Stunden hat die Polizei, haben insbesondere die Beamten vom KK 14, dem Einbruchskommissariat, im vergangenen Jahr in die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs gesteckt. Großangelegte Kontrollaktionen an den Einfallstraßen, Überwachung der Wohngebiete, Beobachtung bekannter Tatverdächtiger — der Katalog hat schon 2012 für einen Rückgang der zuvor dramatisch gestiegenen Fallzahlen geführt, und auch 2013 hat sich gut entwickelt.

Bis zum Jahresende. Allein an den Feiertagen zu Weihnachten und Neujahr wurden aus dem Stadtgebiet 70 Einbrüche gemeldet. Und Polizeisprecher Markus Niesczery hält durchaus für möglich, dass weitere Taten in den nächsten Tagen noch entdeckt werden, wenn die Opfer aus dem Urlaub zurückkehren. "Die reisenden Täter, mit denen wir es hier hauptsächlich zu tun haben, nutzen aus, dass über die Feiertage viele Menschen nicht zuhause sind", sagt Niesczery. Ende 2012 hatten 79 Feiertagseinbrüche zu Buche gestanden.

Wenigstens kein Anstieg — das ist für das Einbruchskommissariat schon ein Trost. Seit gut sechs Jahren war die Arbeit der Polizisten dort immer mehr geworden. Nachdem mit einer Einbruchs-Soko im Jahr 2002 zunächst ein historischer Rückgang auf knapp 2500 vollendete und versuchte Einbrüche erreicht worden war, hatte das danach eingerichtete Fachkommissariat ab 2006 drastische Zuwächse registriert. Vor allem die so genannten Dämmerungseinbrüche in der Winterzeit-Phase von Oktober bis März vermehrten sich epidemieartig.

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Die Einbrecher-Offensive des KK 14, die landesweit schon im Herbst 2012 Nachahmer fand, hat offensichtlich Erfolg. Mit rund 800 Fällen waren November und Dezember vergleichsweise ruhig, viele der Taten blieben im Versuchsstadium stecken. Und während in NRW im ersten Halbjahr 2013 die Fallzahlen weiter stiegen, vermeldete Düsseldorf erstmals einen Rückgang um immerhin 13,5 Prozent — nicht zuletzt, weil die Täter sich von den Polizeiaktionen abschrecken ließen und andere Städte heimsuchten.

(RP)