Open-Source Festival: Viele Düsseldorfer Bands sind dabei

Open-Source Festival : Viele Düsseldorfer Bands sind dabei

Es läuft gut in der Düsseldorfer Musikszene. Die Band Stabil Elite steht kurz vor dem Durchbruch, auch der Songwriter Stefan Honig freut sich über einen vielversprechenden Plattenvertrag. Beim Open-Source-Festival, das am 30. Juni wieder auf der Galopprennbahn in Grafenberg stattfindet, sind deshalb in diesem Jahr auch auffallend viele interessante Düsseldorfer Künstler vertreten, darunter die beiden genannten.

Auch dabei, aber nur noch ein Ex-Düsseldorfer, ist Andi Toma von Mouse on Mars, der mit Mitstreiter Jan St. Werner inzwischen nach Berlin gezogen ist. Für das Open-Source-Festival kehren die einflussreichen Elektronik-Musiker aber in die Landeshauptstadt zurück. Der künstlerische Leiter Philipp Maiburg stellte jetzt im Salon des Amateurs in der Kunsthalle das Programm des Festivals vor, das im siebten Jahr weiter neue neben etablierte Künstler stellt und viel Freude am Experiment beweist. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe betonte als Vertreter der Stadt die große Bedeutung des Festivals für die Szene in Düsseldorf. Der größte Name im Festival-Programm ist die Gruppe Beirut aus den USA um den Songwriter Zach Condon. Der hat von Europareisen viele Inspirationen mit nach Hause gebracht, französische Chansons zum Beispiel oder Balkan-Klänge, und hat daraus einen eigenen, sehr erfolgreichen Sound entwickelt, den er in Düsseldorf mit einer elfköpfigen Band vorstellen wird. Zu den Hauptattraktionen gehören auch WhoMadeWho (Dänemark), The Hundred in The Hands (USA) und Breton (England).

Ein ganz spezielles Projekt ermöglicht das Festival mit Unterstützung der Sparkasse-Stiftung dem Düsseldorfer Musiker Stefan Schwander alias Harmonious Thelonious. Er trifft auf die kongolesische Band Konono No1, die als Meister des Daumenklaviers gelten, und führt nach drei Tagen Vorbereitung im Studio beim Festival ein exklusives Programm mit der Gruppe vor. Eine Änderung im siebten Jahr gibt es nach dem Festival: Wenn auf der Galopprennbahn Schluss ist, geht es im Stahlwerk in Flingern ab 22 Uhr mit einer zentralen Party mit Live-Musik weiter und nicht mehr an vielen Orten in der Stadt, wie in den vergangenen Jahren. "Wir wollen vermeiden, dass das Publikum sich verstreut", sagt Maiburg.

(arl )