Viel Prominenz beim Parkinson-Award

Veranstaltung in Düsseldorf : Viel Prominenz beim Parkinson-Award

Der Preis soll für die Krankheit sensibilisieren.

Boxlegende Muhammad Ali, auch bekannt als Cassius Clay, hatte es, Ex-US-Präsident Theodore Roosevelt und UdSSR-Staatschef Leonid Breschnew ebenfalls, US-Schauspieler Michael J. Fox leidet ebenso daran wie Kabarettist Ottfried Fischer oder Comedian Markus Maria Profitlich. So einige bekannte Persönlichkeiten sind an Parkinson, der landläufig Schüttellähmung genannten Nervenkrankheit, erkrankt. Obwohl es viele Promis mit Parkinson gibt, die dies auch öffentlich gemacht haben, gehört die Krankheit noch immer eher zu den Tabuthemen.

Grund genug für Rüdiger Muhl, den Charity Video Award der Deutschen Parkinson Vereinigung (DPV) zu organisieren. „Meine Herzensangelegenheit ist es, Parkinson endlich die notwendige Öffentlichkeit zu verschaffen und zu erreichen, dass in unserer Gesellschaft Inklusion auch für chronisch Kranke und Alte erreicht wird, anstatt sie auszugrenzen, was in Deutschland leider immer noch traurige Realität ist“, erläutert Muhl. Das sehen u.a. Schauspielerin Mariella Ahrens, Theaterbetreiber und Regisseur René Heinersdorff, Schauspielerin Andrea Spatzek („Lindenstraße“), Kabarettist Jochen Busse, Moderatorin Birgit Lechtermann, der türkische Filmstar Can Ardu, Isolde Asal (Hochschule Düsseldorf) und Stefan Job, Initiator und Macher des „Filmtalk NRW“, genauso.

Deshalb ließen sie sich ebenso wie viele Parkinson-Betroffene die Gala zur Award-Verleihung im Hotel De Medici nicht entgehen. Nicht wenige hatten bei der Präsentation der sieben Wettbewerbsbeiträge einen Kloß im Hals, so treffend und berührend nahmen die Kurzfilme das bedrückende Thema auf. „Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie sich Filmschaffende mit einem Thema beschäftigen, von dem sie keine Ahnung haben, es aber trotzdem so genau auf den Punkt bringen, dass man als Arzt sagt: ,Genauso muss man es in der Praxis erklären’“, erläutert Düsseldorfs Gesundheitsdezernent Andreas Meyer-Falcke. Er gehörte ebenso zur Jury wie der Fernsehschaffende Holm Dressler, Werber Jan-Philipp Jahn, Design-Professor Wilfried Korfmacher oder Markus Maria Profitlich. Gemeinsam entschieden sie, dass Nadja Trausan, Luis Sütter, Carolina Oswald und Leander Kupferer, allesamt Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film München, den besten Film erstellt haben. Die Botschaft ist klar: Auch mit Parkinson sollte man am Leben teilhaben und sich nicht zu Hause einschließen. „Wer die sogenannte Schüttellähmung hat, muss sich nicht schämen und verkriechen“, bestätigt Laudator Korfmacher. „Wer Parkinson hat, sollte sich nicht hängen lassen, sondern sich helfen lassen. Und den Kampf aufnehmen! Machen wir das Beste draus!“

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