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Viel Applaus für Teilnehmer von Jugend musiziert in Düsseldorf

Musik in Düsseldorf : Viel Applaus für den musikalischen Nachwuchs

Beim wichtigsten deutschen Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ haben 259 Kinder und Jugendliche aus Düsseldorf mitgemacht.

Ein Abschlusskonzert im voll besetzten Robert-Schumann-Saal zeigte eindrucksvoll den hohen Leistungsstand des musikalischen Nachwuchses: Traditionell präsentieren die Teilnehmer des 57. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ in Düsseldorf bei der Verleihung der Urkunden musikalische Kostproben ihres Könnens.

Träger des wichtigsten Musikwettbewerbs in Deutschland ist der Deutsche Musikrat. Das Kulturamt, der Förderverein der Clara-Schumann-Musikschule und die Stadtsparkasse fördern finanziell den Wettbewerb, an dem insgesamt 259 junge Musiker teilgenommen haben.

Ein Klarinetten-Trio mit Simon Geisel, Lorenz Baehring und Julian Brecht demonstrierte mit dem Divertimento Nr.2 (KV 439b Allegro) von Wolfgang Amadeus Mozart, wie bereits bei den Jüngsten musikalisches Teamwork funktioniert. Tanz, Kinderlied und Spiel aus „Für Kinder“ von Béla Bartók schien augenscheinlich für Yiqiao Tan (Jahrgang 2012 und jünger) zu passen, doch ihr exzellentes Spiel hatte in Technik und Ausdruck bereits viel erwachsene Tiefe. Mit einem Duo für Violine und Viola von Evaristo Felice Dall`Abaco zeigten Franka Bokuniewicz und Julian Heynen einfühlsames Zusammenspiel. Eine Darbietung, deren brillante Technik und emotionaler Ausdruck einfach nur staunen ließ, präsentierte Alisa Sandler (Jahrgang 2010 und jünger) mit Variationen über ein Thema von Niccolò Paganini von Isaak Berkowitsch. Folkige Klänge mit Finesse entlockte Shea Linus Kruse seiner Gitarre mit „Drifting“, einer Komposition von Andy McKee. Mit „Jeux d`eau“ von Maurice Ravel ließ die Pianistin Dora Yang Wasserspiele von der verspielten Fontäne bis zum aufbrausenden Wasserfall musikalisch lebendig werden.

Viel Applaus erhielt auch Hannah Julie Breiler, die mit ihrer Harfe das „Chanson dans la nuit“ von Carlos Salzedo mit einer klanglichen Bandbreite, die vom behutsamen Streicheln der Saiten bis zum rockigen Sound im Stil von Apocalyptica reichte. Wie gut sich ein Kontrabass auch für perkussive Klänge eignet, bewies mit „Kobolds: Allegro“ von Francois Rabbath das spielfreudige Kontrabass-Quartett, zu dem Pola Hochapfel, Aurelia Kolowski, Emilia Schulte und Laura Wunderlich gehörten. Für David Paul Grahams „And is it True?“ erhielten auch Alina Yu Tchin Simon (Gesang) und Iskra Ognyanova (Klavier) begeisterten Applaus, bevor Pianist Severin Luzius Balthasar Braunfels mit Stücken aus „Au gré des ondes“ von Henri Dutilleux den Konzertreigen beschloss.

In ihrer Begrüßung lobt Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke nicht nur das Leistungsniveau des musikalischen Nachwuchses, seine Leidenschaft und Ausdauer, sondern auch den integrativen Effekt, denn es finde über die unterschiedlichen Herkunftsländer auch ein lebendiger Austausch von Kultur statt. Holger Hellmig, Bereichsleiter der Stadtsparkasse Düsseldorf, unterstrich die Verpflichtung des Geldinstituts für das Gemeinwohl und insbesondere für die Kultur der Stadt. Doris Bischler, Leiterin der Clara-Schumann-Musikschule und im Regionalausschuss von „Jugend musiziert“ tätig, übergab die Teilnehmerurkunden und Preise und gratuliert insbesondere den 41 Kandidaten, die weitergekommen sind und jetzt beim Landeswettbewerb vorspielen können.