Düsseldorf: Verwaltung will am Bahnhof keine Lärmmessungen

Düsseldorf: Verwaltung will am Bahnhof keine Lärmmessungen

Für Unruhe sorgt eine Beschlussvorlage, die heute auf der Tagesordnung des Umweltausschusses steht: Wenn es nach der Verwaltung geht, sollen die Ausschussmitglieder keine zusätzlichen Luftqualitäts- und Schallimmissionsmessungen im Umfeld des Werstener Abstellbahnhofs beschließen. "Die Vorlage finde ich empörend", sagt Dagmar von Dahlen, Ratsfrau und Vorsitzende der CDU Eller. Ihrer Meinung nach setzt sich die Stadt über die "Führsorgepflicht für ihre Bewohner hinweg", sagt sie. Seit Monaten gibt es Beschwerden von Anwohnern der anliegenden Bereiche in den Stadtbezirken 3, 8 und 9 über von abgestellten, aber laufenden Loks ausgehende Lärm- und Dieselemissionen. Die BV 8 hatte eine Anregung zu einer Messung an die Verwaltung gegeben mit der Bitte, das Thema im Umweltausschuss zu behandeln.

Die fraktions- und funktionsübergreifend getätigten Bemühungen haben keinen durchgreifenden Erfolg gezeigt. Die Abläufe in der Anlage seien nur geringfügig geändert worden, sagt Christian Rütz (CDU). Eine von Andreas Rimkus (SPD) ins Gespräch gebrachte Lärmschutzwand wird nach Mitteilung der Stadt wohl nicht gebaut, und angekündigte Bepflanzungen allein würden die Lärm- und Abgasproblematik nicht nachhaltig minimieren. Die CDU ist überzeugt, dass im Fachamt technisches Equipment vorhanden und der notwendige Sachverstand gegeben seien. "Und selbst wenn Deutsche Bahn und EBA eine Messung ablehnten, ließen sich hinreichend valide Daten auch durch eine Außenmessung im Umfeld gewinnen", sagt Rütz.

(nika)