Düsseldorf: Verwaltung stellt Konzept für Gaslaternen vor

Düsseldorf : Verwaltung stellt Konzept für Gaslaternen vor

4000 der 14.300 Gaslaternen sollen stehenbleiben. Der Betrieb ist aber viel teurer als eine Umrüstung auf Strom.

In den vergangenen Monaten hat die Stadtverwaltung Düsseldorf ein Konzept erarbeitet, das helfen soll, Zonen zu definieren, in denen die Gaslaternen erhalten bleiben. So hat der Stadtrat bereits vor Jahren beschlossen, dass mindestens 4000 der rund 14.300 Düsseldorfer Gaslampen nicht umgerüstet werden sollen. Bislang war aber offen, welche Laternen das sein sollen, oder nach welchen Kriterien sie ausgewählt werden. Gestern wurde das Konzept erstmals in der Bezirksvertretung 6 der Öffentlichkeit durch die Verwaltung vorgestellt. Dieses wurde mit Hilfe der Denkmalpflege, den Stadtwerken und dem Amt für Verkehrsmanagement, aber ohne Beteiligung der Bürgerinitiativen erstellt.

Klar ist, alle fünf Lampentypen sollen berücksichtigt werden, also etwa auch die wenig romantischen Peitschenlampen. Die einzelne "Lieblingslampe" wird nicht erhalten bleiben, sondern nur zusammenhängende Gruppen, die aber zusätzlich weitere Kriterien erfüllen müssen. Gute Chancen hat zum Beispiel ein historisch gewachsenes Viertel, als Beispiel wird der historische Stadtkern von Kaiserswerth genannt. Aber auch Gebiete mit einer hohen Dichte an Gaslaternen oder Bereiche, für die Bürger ein hohes Heimatinteresse an den Lampen dokumentieren. Zudem müssen die Lampen verkehrssicher betrieben werden können. So muss der Abstand zum Bordstein etwa 60 Zentimeter betragen.

Fest steht auch, dass der Erhalt der Gasleuchten teuer wird. Die Umrüstung einer Gaslaterne, so dass sie der seit April gültigen europäischen Gasgeräte-Verordnung entspricht, kostet laut Verwaltung zwischen 6000 und 8000 Euro. Der Austausch gegen elektrische Leuchten kostet zwischen 4000 und 5500 Euro. Die Unterhaltungskosten pro Jahr liegen für gasbetriebene Leuchten bei 320 Euro, für strombetriebene Leuchten bei 70 Euro.

(brab)