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Düsseldorf: Vertreter für kranke Tagesmütter

Düsseldorf : Vertreter für kranke Tagesmütter

Die Diakonie will ihr Standort-Modell auf das gesamte Stadtgebiet ausdehnen.

Die Düsseldorfer Diakonie sichert die Betreuung unter Dreijähriger bei Tageseltern besser ab. "Berufstätige Eltern sollen sich ähnlich wie in Kindertagesstätten darauf verlassen können, dass eine kranke Betreuungskraft jederzeit vertreten wird", sagt Stefanie Walther, Bereichsleiterin Bildung und Erziehung. Deshalb hat der Wohlfahrtsverband für den Osten des Stadtgebiets eine neue Fachkraft eingestellt. Linda Zeidler-Dünow springt ein, wenn ihre Kolleginnen, die bis zu fünf Jungen und Mädchen betreuen, ausfallen. Bei der Lösung setzt die Diakonie auf ein Modell mit eigenem Standort. In der evangelischen Markus-Kirchengemeinde in Vennhausen hat sie einen Betreuungsraum angemietet und kindgerecht ausgestattet. Hierhin müssen Eltern ihre Sprösslinge bringen, wenn die eigentliche Tagesmutter krank oder verhindert ist. "Wir wollten nicht, dass die Vertreterin in die Wohnung der erkranken Kollegin geht. Schließlich soll die erst mal zusehen, dass sie wieder auf die Beine kommt", sagt Ottilie Pape, Leiterin der Tagespflege.

Zeidler-Dünow muss flexibel sein. Meist erhält sie am Nachmittag oder Abend vor dem Vertretungstag einen Anruf. Bis zu fünf Kinder darf sie betreuen. Ist keine Kollegin krank, besucht die ehemalige Kinderfrau Familien, die demnächst ihre Dienste in Anspruch nehmen könnten. "So baue ich frühzeitig eine Bindung zu den Jungen und Mädchen auf", sagt die 61-Jährige. Derzeit springt sie für zehn Kolleginnen (mit etwa 30 Kindern) ein. Ihr Engagement ist also begrenzt. Gemeinsam mit der Stadt will die Diakonie deshalb weitere Standorte in der Stadtmitte und im Norden aufbauen. Dazu braucht sie die Zustimmung des Jugendhilfeausschusses. Denn das Jugendamt der Stadt ist an der Finanzierung des Modells beteiligt. Stadtweit begleitet die Diakonie 720 Kinder bei rund 240 Tagespflegepersonen.

(RP)