Verkehrswacht Düsseldorf hält E.Scooter-Zulassung für fahrlässig

E-Scooter : Verkehrswacht warnt vor E-Scootern

Ohne sinnvolle Regularien sei die Zulassung der E-Roller „fahrlässig“, sagt der Vorsitzende Hartnigk.

Die Verkehrswacht Düsseldorf warnt vor neuen Unfallrisiken in der Innenstadt, wenn die geplante Verordnung zu Elektrokleinstfahrzeugen (eKFV) in der aktuellen Version umgesetzt wird. Um die Sicherheit von jungen Verkehrsteilnehmern und Fußgängern nicht unnötig zu gefährden, dürften Fahrzeuge wie E-Scooter nicht für den Gehweg zugelassen werden, Altersgrenzen müssten sinnvoll festgelegt und ein Führerschein Voraussetzung werden, fordert der Verband und verweist auf eine Studie der  Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Danach stellten Fahrzeuge ohne Lenkstange wie Hoverboards ein zu großes Risiko dar und dürften gar nicht erlaubt werden.

Das Bundeskabinett hat die Zulassung der E-Scooter gestern beschlossen. Doch bereits bei der Arbeitstagung der Großstadtverkehrswachten in Mainz waren sich vorvergangene Woche alle Vertreter  einig, dass man die Gefährdung durch Elektrokleinstfahrzeuge  nur durch „zumutbare“ Regulierung verringern könne. Ohne diese fürchten die Verkehrswachten dramatische Anstiege der Verkehrsunfallzahlen.

Andreas Hartnigk, Vorsitzender der Verkehrswacht und verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, erklärte, Elektromobilität sei wichtig für urbane Räume. „Wir hatten bei E-Scootern ursprünglich auch gute Rahmenbedingungen. Die aktuellen Pläne aber sind nicht mehr im Sinne der Verkehrssicherheit.“ Er befürchte  schwere Unfälle und fordert sinnvolle Altersbeschränkungen. „E-Scooter sind Kraftfahrzeuge und keine Spielzeuge. Wir dürfen nicht fahrlässig handeln,“ sagte Hartnigk. Er sehe derzeit keine Möglichkeit für die Nutzung der Fahrzeuge im Straßenverkehr.
E-Scooter und die Zulassung durch das Bundeskabinett am Mittwoch sind auch Thema in unserem Aufwacher.

(RP)
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