Verkehrsüberwachung in Düsseldorf: 478.775 Falschparker und 243.415 Temposünder

Verkehr in Düsseldorf : 478.775 Falschparker und 243.415 Temposünder

Die Autofahrer in Düsseldorf neigen zu Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung: So wurden 2018 in den von der Stadt überwachten Bereichen 478.775 Falschparker und 243.415 Temposünder ertappt. Die meisten Raser gab es im Rheinufertunnel.

Insgesamt 243.415 Autofahrer erhielten im vergangenen Jahr Post von der Stadt, weil sie im Stadtgebiet zu schnell gefahren waren (2017: 233.629). Im Rheinufertunnel wurden die meisten Verstöße registriert, nämlich 84.407 (2017: 79.761). Spitzenreiter war ein Autofahrer, der im Oktober mit 163 Kilometer pro Stunde statt der erlaubten 70 durch den Tunnel raste.

An zweiter Stelle steht die Überwachungsanlage auf der Autobahn 44. Dort waren 47.842 Autofahrer zu schnell unterwegs. Der Vorjahreswert von 33.346 geblitzten Fahrzeugen ist aufgrund eines mehrmonatigen Ausfalls der Anlage nicht vergleichbar. Mit Tempo 199 war ein Raser dort fast doppelt so schnell unterwegs, wie die erlaubten 100 Kilometer pro Stunde.

An den neun stationären Überwachungsanlagen im Stadtgebiet wurden 60.994 Verkehrsteilnehmer mit zu hohem Tempo erwischt (2017: 43.577).

Die Einhaltung der Tempolimits wird außerdem mit mobilen Messgeräten an insgesamt 700 Standort kontrolliert - besonders auf Schulwegen, vor Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern sowie allgemein an Stellen mit Unfallhäufungen. Dabei wurden 2018 insgesamt 50.172 Temposünder ertappt (2017: 45.232).

Sieben Ampelblitzer wurden Anfang 2018 aufgrund technischer Unklarheiten durch die Landeshauptstadt abgeschaltet, sodass die Zahlen für 2018 nicht repräsentativ sind.

Lediglich an den beiden erst im Oktober 2017 in Betrieb genommenen Überwachungsanlagen an der Kreuzung Münsterstraße/Heinrichstraße (Mörsenbroicher Ei) sowie an der Einmündung der Itterstraße in die Münchener Straße konnten auch 2018 Rotlichtmessungen erfolgen. Am Mörsenbroicher Ei fuhren 868 Fahrer bei Rot. An der Einmündung der Itterstraße in die Münchener Straße hielten 97 Fahrzeugführer trotz roter Ampel nicht an.

2018 wurden vom Ordnungsamt insgesamt 478.775 Halt- und Parkverstöße mit Verwarn- oder Bußgeldern geahndet (2017: 472.448). Parken ohne Parkschein und das Überschreiten der Höchstparkdauer führten zu 205.591 (2017: 202.358) Knöllchen.

Die Zahl festgestellter Falschparker auf Geh- und Radwegen ist erneut gestiegen (72.307 Autos, 2017: 62.662). 6339 Autofahrer stellten ihr Fahrzeug ohne Berechtigung auf Behindertenparkplätzen ab (2017: 6.521).

Parkverstöße wurden zu 48 Prozent von Fahrzeugenhaltern mit Düsseldorfer Kennzeichen begangen, weitere sieben beziehungsweise sechs Prozent entfallen auf die Kennzeichen NE und ME, Fahrzeuge mit Kennzeichen anderer Nationen folgen mit drei Prozent auf Platz vier. Insgesamt 9645 Fahrzeuge mussten 2018 abgeschleppt werden.

Die Verstöße bescheren der Stadt ordentliche Einnahmen: Nach aktuellen Schätzungen soll sich die Gesamtsumme der Geldbußen für 2018 auf rund 16,4 Millionen Euro belaufen (2017: 17,1 Millionen Euro) - noch sind laut Stadt allerdings nicht alle Verfahren abgeschlossen. Den Einnahmen stehen Ausgaben von rund 13 Millionen Euro für Personal und Material gegenüber. Damit fallen die Bußgeldeinnahmen trotz gestiegener Fallzahlen um rund 700.000 Euro geringer aus als im Vorjahr.

(csr)
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