Verkehrspolitik in Düsseldorf: Pragmatisch über Parken reden - ein Kommentar

Verkehrspolitik in Düsseldorf : Pragmatisch über Parken reden

Die Stadt Düsseldorf will das Parken im öffentlichen Raum besser ordnen – das klingt auf den ersten Blick gut. In Wahrheit hat das Rathaus aber noch wenig Substanzielles dazu geliefert, wie es funktionieren soll.

Denn das Grundproblem ist offensichtlich: In vielen Vierteln gibt es erheblich mehr Autos als Parkplätze. Und dass eine große Menge von Menschen sich bald vom eigenen Auto trennt oder von Auswärts mit dem ÖPNV anreist, ist nicht abzusehen.

Bis jetzt nutzen viele Fahrer vor allem abends „halblegale“ Parkplätze, etwa vor Baumscheiben oder in der zweiten Reihe. Soll das komplett unterbunden werden?

Das könnte die Parkplatznot noch zuspitzen. Und was bedeutet es für Restaurants oder den Handel, wenn Besucher eines Stadtteils noch länger einen Parkplatz suchen müssen?

Bei allen Bestrebungen für eine Verkehrswende muss die Politik darüber pragmatisch sprechen. Digitale Konzepte wie Ampido könnten eine Lösung sein, die Parkplätze in Tiefgaragen oder vor Supermärkten besser auszulasten und mehr Platz auf den Straßen zu schaffen.

Das entspricht vielleicht nicht dem fahrrad- und bahnfreundlichen Zeitgeist, würde aber viel bringen – bis wirklich weniger Menschen ein Auto brauchen.

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