Ausstand im ÖPNV Welche Busse trotz Warnstreiks bei der Rheinbahn fahren

Düsseldorf · Auch am Mittwoch werden in Düsseldorf Busse und Bahnen der Rheinbahn stillstehen. Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik aufgerufen. Welche Busse trotzdem fahren.

 Streik-Hinweis auf einer Anzeigetafel der Rheinbahn am Südpark.

Streik-Hinweis auf einer Anzeigetafel der Rheinbahn am Südpark.

Foto: Christoph Schroeter

Der Streik in der vergangenen Woche war noch nicht vorüber, da rief die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben - darunter auch die Rheinbahn in Düsseldorf - erneut zu einem zweitägigen Warnstreik am 5. und 6. März auf. Der Streik beginnt am Dienstag um 3 Uhr und soll 48 Stunden dauern.

Bei der Rheinbahn sind alle U-Bahn-, Straßenbahn- und fast alle Buslinien betroffen. Der Streik hat Auswirkungen auf das gesamte Netz, also neben der Stadt Düsseldorf auch der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen.

Die Kundenzentren der Rheinbahn bleiben ebenfalls geschlossen. Der P&R-Parkplatz Südpark kann nur eingeschränkt genutzt werden, es gibt keine Garantie für freie Parkplätze.

Die Rheinbahn will wie bei den zurückliegenden Streiks ein Rumpfnetz mit Buslinien aufrecht halten. Dabei versuche man auf Fremd- und Tochterunternehmen zurückzugreifen, die auch sonst im Auftrag der Rheinbahn im Einsatz sind, heißt es von dem Unternehmen. Die Rheinbahn verweist aber darauf, dass es dafür keine Gewähr geben wird.

Folgende Linien sollen demnach am Dienstag und Mittwoch im Einsatz sein:

Linie O5 Erkrath S – Erkrath-Hochdahl S – Trills – Hochdahler Markt – Sandheide – Willbeck – Erkrath-Millrath S

Linie O6 Erkrath, Haus Brück – Erkrath S – Unterfeldhaus – Kempen – Hochdahler Markt – Erkrath-Millrath S

Linie O14 (Taxibus mit Anmeldung) Ratingen-Breitscheid, Am Kessel – Mintarder Weg – An der Pönt – Krummenweg – Ratingen-Hösel S

Linie O19 (Taxibus mit Anmeldung) Ratingen, Fliedner Krankenhaus – Lintorf, Rathaus – Ratingen-Lintorf, Mörikestraße
Linie SB51 Flughafen Bf – Nordfriedhof – Meerbusch-Büderich, Landsknecht U – Kaarster Bf

Linie 722 Stadthalle – Messe – Nordfriedhof – Düsseldorf Hbf – Schlesische Straße – Vennhauser Allee

Linie 730 Freiligrathplatz U – Unterrath – Gerresheim – Eller – Reisholz – Benrath – Josef-Kürten-Platz

Linie 746 Velbert ZOB – Wülfrath – Mettmann, Jubiläumsplatz – Mettmann-Stadtwald S

Linie 751 Ratingen-Hösel S – Ratingen-Lintorf – Angermund S – Kaiserswerth, Klemensplatz

Linie 770 Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen-Hösel S

Linie 771 Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen Ost S – Ratingen Mitte

Linie 782 Heinrich-Heine-Allee – Uni-Kliniken – Hilden, Gabelung – Hilden, Süd S – Solingen Hbf

Linie 785 Heinrich-Heine-Allee – Reisholz S – Hilden Mitte – Hilden Süd S – Langenfeld-Richrath – Langenfeld S

Linie 831 Krefeld, HPZ Uerdingen – Krefeld, Uerdingen Bf – Meerbusch, Lank-Latum – Meerbusch, Haus Meer

Linie 834 Oberkassel, Belsenplatz – Nordfriedhof – Mörsenbroich – Düsseldorf Hbf.

Verdi fordert unter anderem zusätzliche freie Tage, um die Beschäftigten zu entlasten und die Berufe attraktiver zu gestalten. Täglich fielen in allen Tarifbereichen Busse und Bahnen aus, weil es nicht genug Personal gebe.

Der Arbeitgeberverband KAV NRW hat in dem Tarifkonflikt auf Landesebene auf einen engen Finanzspielraum verwiesen. Zudem seien die Gehälter zum 1. März wie vor längerer Zeit vereinbart deutlich gestiegen. Zusätzliche freie Tage würden bei dem Fahrermangel dazu führen, dass die dann noch vorhandenen Fahrer mehr belastet würden.

Der Arbeitgeberverband zeigte sich zuletzt optimistisch, in der dritten Tarifrunde ein Gesamtpaket mit der Gewerkschaft vereinbaren zu können.

Am Donnerstag schließen sich dann nahtlos die nächsten Streiks an: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft GDL zu einem 35-stündigen Streik aufgerufen. Im Personenverkehr werde er am Donnerstag um 2 Uhr beginnen, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Montag. Das Flugzeug dürfte in vielen Fällen keine Alternative sein: Für Donnerstag und Freitag ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik bei der Lufthansa auf.

(csr)
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