Signalwirkung für mehr Sicherheit Mehr rote Farbe für Radfahrer auf dem Lastring in Düsseldorf

Düsseldorf · Die erste Kreuzung auf dem Lastring ist an der Oberbilker Allee und der Kruppstraße mit viel roter Farbe für den Radverkehr markiert worden. Wie die weiteren Pläne für Düsseldorf sind und was das Ganze bringen soll.

So wurde am Dienstag die Kreuzung Kruppstraße/Oberbilker Allee markiert. Weitere Knotenpunkte sollen folgen.

So wurde am Dienstag die Kreuzung Kruppstraße/Oberbilker Allee markiert. Weitere Knotenpunkte sollen folgen.

Foto: Foto: Michael Gstettenbauer / Stadt Düsseldorf

Mehr als 1000 Quadratmeter auf dem Lastring werden in den nächsten Wochen rot markiert – die Radverkehrsfurten an insgesamt 13 Kreuzungen. Start war am Dienstag an den Querungen des Knotenpunktes Oberbilker Allee und Kruppstraße. Bis Ende April sollen sechs Kreuzungen südlich der Fichtenstraße fertig sein, mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Nördlich soll es in den Sommerferien weitergehen.

Mobilitätsdezernent Jochen Kral sagte, dass so an kritischen Stellen mehr Aufmerksamkeit für Radfahrer geschaffen werden soll. „So soll die Sichtbarkeit gesteigert werden, um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen.“ Dabei geht es vor allem um abbiegende Lkw- und Autofahrer, die Radfahrer übersehen könnten.

Diese sollen zudem leichter erkennen, welcher Bereich der Straße für sie vorgesehen ist. Bislang war die rote Farbe vor allem an Stellen mit besonders hohem Gefahrenpotenzial zum Einsatz gekommen. Ralf Poppenborg, Leiter Abteilung Verkehrstechnik: „Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass durchgehende Roteinfärbungen an Kreuzungen wirksam sind und gut angenommen werden.“

Wie gut das Ganze in Düsseldorf funktioniert, soll wissenschaftlich untersucht werden, unter anderem mit an den Kreuzungen angebrachten Kameras, die das Verkehrsgeschehen auch schon vor der neuen Markierung aufzeichneten. Ende des Jahres soll der Politik das Ergebnis der Testphase vorgestellt werden. Poppenborg führte aus, dass es etwa 300 bis 400 Kreuzungen in der Stadt gibt, wo potenziell ebenfalls so markiert werden könnte. Kral sieht vor allem Hauptverkehrsstraßen im Fokus. Er betonte jedoch auch, dass verhindert werden müsse, dass sich der Effekt bei zu häufigem Einsatz der Signalfarbe abnutze.

Das Vorgehen geht auf einen Beschluss der Politik zurück. Christian Rütz (CDU), Vorsitzender der Kleinen Kommission Radverkehr, sagt: „Wir freuen uns, dass die Verwaltung jetzt in Düsseldorf umsetzt, was in vielen Städten gelebte Praxis ist, nämlich die Roteinfärbung von Radfurten an Kreuzungen, um für mehr Sichtbarkeit des Radverkehrs zu sorgen.“

Für die Versuchsstrecke rege er noch an, die Radfurten an der Kreuzung mit der Albertstraße/Fichtenstraße einzubeziehen, da es dort bereits einen tödlichen Unfall gab und es vor allem mit dem Schwerlast-Abbiegeverkehr in die Albertstraße zu gefährlichen Situationen komme.

„Außerdem sollte eine Lösung für die Kreuzungen gefunden werden, bei denen der Rad- und Fußverkehr in einer gemeinsamen Furt geführt wird, etwa an den Überwegen über die Kettwiger Straße an der Kreuzung mit dem Höherweg.“ Diese Bereiche werden bislang nicht berücksichtigt.

Alle Kreuzungen für die Testphase: Auf´m Hennekamp/Brinckmannstraße, Auf´m Hennekamp/Redinghovenstraße, Oberbilker Allee/Kruppstraße, Kruppstraße/Linienstraße/Sonnenstraße, Kruppstraße/Ellerstraße, Oberbilker Markt/Kölner Straße/Werdener Straße/Kruppstraße.

Für den zweiten Bauabschnitt: Kettwiger Straße/Werdener Straße/Erkrather Straße, Kettwiger Straße/Höherweg, Kettwiger Straße/Dorotheenstraße/Behrenstraße/S-Bahnhof, Dorotheenstraße/Birkenstraße/Flurstraße, Dorotheenstraße/Lindenstraße, Dorotheenstraße/Ackerstraße, Dorotheenstraße/Lindemannstraße/Grafenberger Allee.

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