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Verkehr in Düsseldorf: So sollen die Umweltspuren ersetzt werden

Verkehr in Düsseldorf : So sollen die Umweltspuren ersetzt werden

Die umstrittenen Umweltspuren in Düsseldorf sollen am 1. März Geschichte sein, das hat OB Stephan Keller angekündigt. Jetzt hat die Stadt Maßnahmen präsentiert, die stattdessen für bessere Luft sorgen sollen.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller hat das Aus für die von seinem Vorgänger Thomas Geisel eingeführten Umweltspuren zum 1. März verkündet. Doch ein Ersatz muss her, um die Vorgaben zur Luftreinhaltung einhalten zu können. In einer Beschlussvorlage für den Umwelt- und Verkehrsausschuss sind diese Maßnahmen nun detailliert aufgeführt. Hier der Überblick:

Ampelsteuerung: Über Ampelsteuerung soll der Verkehr so gesteuert werden, dass auf den besonders belasteten Streckenabschnitten alle Grenzwerte eingehalten werden können. Hierzu sind die Ampelanlagen an den Knotenpunkten Werstener Straße/Universitätsstraße; Mecumstraße/Auf'm Hennekamp und Münchener Straße/Südring vorgesehen. Zusätzlich soll auf der Merowinger Straße die zulässige Höchstgeschwindigkeit in beiden Richtungen auf 30 km/h begrenzt werden Die reduzierte Höchstgeschwindigkeit soll dann, so die Pläne der Stadt, zu einer „Grünen Welle“ führen und damit zu flüssigerem Verkehr.

Modellprojekt VinDUS: Das durch Bundesmittel geförderte Projekt "Verkehrsinformation und Dynamische Umweltsensitive Steuerung" (VinDUS) soll 2023 die kurzfristig umgesetzte Ampelschaltung erweitern. Hierbei werden laufend aktuelle Verkehrs- und Umweltdaten erhoben. Diese bilden die Grundlage für eine intelligente Verkehrstechnik, die in Echtzeit auf die Werte reagiert und Ampelphasen, Höchstgeschwindigkeiten und Verkehrsinformationen stets der aktuellen Situation anpasst.

Das Umweltmodul basiert unter anderem auf einem neu aufgebauten Umwelt-Detektionssystem mit insgesamt 30 Messquerschnitten im Düsseldorfer Stadtgebiet. Zusätzlich beinhaltet das Projekt auch die Neuanschaffung von acht und die Erneuerung von sieben Anzeigetafeln sowie 30 Wechselverkehrszeichen und die Ertüchtigung von zehn Lichtsignalanlagen. Auch steht die Erweiterung und Erneuerung strategischer Verkehrsdetektion auf dem Programm. Es soll zehn neue Messstandorte geben, 22 der etwa 100 bestehenden werden erneuert.

Radfahrstreifen: Die beiden rechten Fahrstreifen der Prinz-Georg-Straße zwischen Moltkestraße und Rochusstraße werden in Radfahrstreifen umgewandelt. Der wenig genutzte Radfahrstreifen auf der Fischerstraße in Fahrtrichtung stadteinwärts zwischen Klever Straße und Scheibenstraße wird wieder abgeschafft, da sich dort parallel ein gebauter Radweg befindet. Der Radfahrstreifen zwischen Homberger Straße und Klever Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts bleibt bestehen.

Radwege: Neben dem bereits geplanten Radwegeausbau wird der bestehende Geh-/Radweg zwischen Mooren- und Christophstraße neu gebaut und verbreitert. Die zukünftige Breite beträgt 5,30 Meter und wird durch eine Markierung in einen drei Meter breiten Radweg und einen 2,30 Meter breiten Gehweg unterteilt, dafür entfällt der Parkstreifen.

Radtrasse Toulouser Allee: Es soll untersucht werden, unter welchen Voraussetzungen die Toulouser Allee der zentrale Bestandteil einer Nord-Süd-Radverkehrsachse werden kann. Ein erster, kurzfristig zu untersuchender Abschnitt soll dabei der Bereich zwischen Münsterstraße und Am Wehrhahn sein.

P+R am Südpark: Durch den Bau eines Parkhauses und zusätzlicher Stellplätze soll die Stellplatzkapazität des vorhandenen P+R-Parkplatzes am Südpark erhöht werden.

Mobilstationen: Darüber hinaus prüft die Verwaltung die Einrichtung von Mobilstationen (zum Beispiel an der Haltestelle Auf'm Hennekamp).

Zudem will die Stadt Düsseldorf eine Einigung mit der Deutschen Umwelthilfe anstreben, wie das bereits in anderen Städten passiert ist.

(csr)