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Pooth-Affäre: Vergleich mit Humme — Zustimmung für Elbers

Pooth-Affäre : Vergleich mit Humme — Zustimmung für Elbers

Rückendeckung für OB Dirk Elbers: Politiker der bürgerlichen Ratsmehrheit und von Oppositions-Fraktionen begrüßen dessen Entscheidung als Verwaltungsrats-Vorsitzender der Stadtsparkasse, mit dem früheren Vorstands-Vorsitzenden Heinz-Martin Humme einen außergerichtlichen Vergleich anzustreben. Wolfgang Scheffler (Grüne) sagte auf RP-Anfrage, dieser Weg sei alternativlos.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass es die Anwälte des Kreditinstituts versäumt hätten, frühzeitig einen Vergleich zu suchen. "Jetzt wird die Sache für uns bestimmt teurer", fürchtet Scheffler. Er sitzt für die Grünen im Verwaltungsrat.

Humme will drei Millionen Euro

Die Stadtsparkasse hat den früheren Vorstands-Vorsitzenden Humme auf Schadenersatz verklagt. Er habe die Kreditvergabe an Franjo Pooths Firma "Maxfield" nicht ausreichend genug geprüft. Der Mann von Werbe-Ikone Verona Pooth hatte bei der Stadtsparkasse 9,4 Millionen Euro Kredit erhalten. Humme wiederum hat eine Gegenklage angestrengt. Er verlangt Gehalt bis Ende 2010 und weitere Zahlungen in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro. Ihm war im April 2008 nach Bekanntwerden der Pooth-Affäre fristlos gekündigt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen gegen Humme im vergangenen Jahr eingestellt.

Zustimmung für eine außergerichtliche Einigung kommt auch von Andreas Hartnigk. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, selbst Anwalt, hält nichts davon, "Gerichtsverfahren über Jahre zu führen". Dass strafrechtlich gegen Humme nichts vorliegt, habe nicht gerade die Chancen erhöht, mit einer Schadenersatzklage sämtliche Forderungen durchzusetzen. Hartnigk äußerte Verständnis für die Forderungen des Ex-Bankers: "Er hat ja keinen schlechten Job gemacht. Aber er hat leider den Ehrenkodex verletzt."

(RP)