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Düsseldorf: Verein ist die Stütze des Krankenhauses

Düsseldorf : Verein ist die Stütze des Krankenhauses

Seit der Gründung vor 15 Jahren hat der Förderverein das Dominikus-Krankenhaus mit mehr als 180 000 Euro unterstützt. Neue medizinische Geräte wurden angeschafft, Schulungen und andere Hilfestellungen für Ärzte und Schwestern finanziert.

Das Dominikus-Krankenhaus liegt den Heerdtern am Herzen, und das ist schon sehr lange so. Als 2003 die Schließung des Krankenhauses zur Diskussion stand, weil das einzige linksrheinische Krankenhaus in Düsseldorf eine zu geringe Auslastung habe, waren es viele engagierte Bürger und Vereine, die mit Unterschriftenlisten und Protesten für den Erhalt des Krankenhauses kämpften. Unter ihnen war schon damals Reiner Krause.

Auch heute engagiert sich Krause für das Krankenhaus, und zwar als Vorsitzender des Fördervereins. "Wir brauchen dieses Krankenhaus im Linksrheinischen", sagt Reiner Krause, denn eine wohnortnahe Versorgung sei für viele Menschen im Stadtteil und der Region - gerade für Ältere - unverzichtbar. Der Förderverein, der vor 15 Jahren gegründet worden war, sei ein "wichtiger Baustein" für die Arbeit des Dominikus-Krankenhauses.

Denn über ihn werden seitdem viele Projekte ermöglicht: die Anschaffung von medizinischen Geräten wie portablen Ultraschallgeräten oder Stirnlampen für die Arbeit im Operationssaal. Finanziert werden zudem Schulungen für Schwestern, aktuell zum Beispiel eine zur Aggressionsbewältigung. Denn dass gerade im Pflegebereich der Stress- und Frustpegel bei angespannter Personaldecke sehr hoch sein kann, weiß man beim Förderverein - und will etwas dagegen tun. Am Ende drehe sich beim Förderverein schließlich alles um das Wohl der Patienten, darum, dass sie medizinisch, pflegerisch und persönlich gut im Krankenhaus betreut werden. Und zufriedene Krankenhausmitarbeiter seien dafür unerlässlich.

Seit der Vereinsgründung 1999 kamen dem Krankenhaus auf diesem Weg rund 180 000 Euro zu Gute. Ermöglicht werden hauptsächlich Anschaffungen und Hilfestellungen, die über den Etat des Krankenhauses oder durch Zuschüsse aus öffentlicher Hand nicht finanziert werden. Um den Bedarf zu klären, steht Reiner Krause regelmäßig mit den Chefärzten, darunter Georg Pützhofen (auch Ärztlicher Direktor) und Katja Staade, in Kontakt.

Beide wissen das Engagement des Fördervereins zu schätzen. "Unser Krankenhaus profitiert von dieser Arbeit", sagt Pützhofen. Denn das Krankenhaus mache seine Budgetplanung - wie auch andere Einrichtungen und Unternehmen - schon früh. Auf einen kurzfristig auftretenden Bedarf oder neue Entwicklungen im medizinisch-technischen Bereich könne man deswegen zum Beispiel nicht immer so schnell reagieren. Über den Heerdter Förderverein laufe die Abwicklung dagegen "schnell und unbürokratisch".

Auch Katja Staade, Chefärztin der Allgemein-, Unfall- und Viszeralchirurgie, profitiert mit ihrem Team von der Unterstützung des Vereins. So wurde zum Beispiel dank einer Spende ein spezielles Ultraschall-Gerät erworben, dass portabel ist und damit unkompliziert dort eingesetzt werden kann, wo es gerade gebraucht wird - ob im Operationssaal, bei der Untersuchung oder in der Ambulanz.

Um Mitglieder und Spender wirbt Reiner Krause dafür unermüdlich, bei Bürgerfesten zum Beispiel und auch bei anderen Veranstaltungen in der Stadt. "Zum Glück sind wir ein sehr verflochtener, sehr familiärer Teil der Stadt", sagt Reiner Krause. Was er ihnen sagt, wenn er für den Verein wirbt? Dass sich doch jeder für sich und seine Familie die bestmögliche Betreuung im Krankenhaus wünscht.

Und wenn mal jemand nicht mit seiner Betreuung im Krankenhaus rundum zufrieden war, versucht Krause zu schlichten, und gibt das Feedback an das Krankenhaus weiter. Dort nehme man die Rückmeldungen ernst, sagt Pützhofen. Man habe schließlich ein gemeinsames Ziel: den Patienten die bestmögliche Betreuung zu bieten.

(RP)