Urteil in Düsseldorf: Mann rastet nach Drogen-Nacht in der Altstadt bei Breuninger aus

Gericht: Mann rastet nach Drogen-Nacht in der Altstadt bei Breuninger aus - Geldstrafe

Ende einer Beziehungskrise: Nach einer Nacht voller Drogen und Alkohol in der Altstadt wollte ein Düsseldorfer mit seiner Ex-Freundin sprechen und prügelte sich mit den Securities bei Breuninger. Dafür gab es jetzt eine Geldstrafe.

An vieles, was am 26. und 27. Juli 2017 passiert ist, kann sich Marcel L. (35) nicht mehr erinnern. Was er weiß: Dass er bis 11 Uhr morgens in der Altstadt trank, kiffte, Ecstasy nahm, vielleicht auch kokste. In seinem Urin fand die Polizei später Amphetamin, Metamphetamin, Kokain, THC und 1,2 Promille Alkohol. Nach dem letzten Bier im König City in der Bolkerstraße wollte er nach Hause. Auf der Heinrich-Heine-Allee allerdings fiel sein Blick auf den Kö-Bogen – und er beschloss, seiner Ex-Freundin einen Besuch abzustatten. Die arbeitete als Kellnerin in der Breuninger Confiserie und war der Grund für seinen Absturz: Sie sei immer wieder nach Mallorca gefahren und habe ihn dort betrogen, so L. Das habe ihn fertig gemacht. Ein Grund, warum er nach längerer Drogen-Abstinenz wieder zu Joints gegriffen und in dieser Nacht die Kontrolle über seinen Konsum verloren habe. 

An diesem Morgen und in diesem Zustand wollte die Dame aber nicht mit ihm reden. „Du siehst schlimm aus“, habe sie zu ihm gesagt. Ein Zeuge beschrieb ihn als deutlich berauscht und ziemlich bleich. Als er sich weigerte zu gehen, rief eine Kollegin der Ex den Sicherheitsdienst. L. schlug dem Mann nach Überzeugung des Gerichts auf die Hand und schubste ihn gegen einen Tisch, so dass dieser leicht verletzt wurde und einige Tage arbeitsunfähig war. Zwei Kollegen des Breuninger-Sicherheitsdienstes, die zu Hilfe kamen, beschrieben vor Gericht, er habe sich heftig gewehrt, als man ihn ins Büro abtransportieren wollte, um dort auf die Polizei zu warten. Dort sei er dann vollkommen ausgerastet und habe das Büro ziemlich zerlegt. Erst die Polizei konnte ihn offenbar zur Räson bringen.

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Verurteilt wurde er am Mittwoch zu 100 Tagessätzen á 30 Euro – eine empfindliche Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe gefordert. Zu seinen Gunsten legte die Richterin L. aus, dass er eine positive Sozialprognose habe und vermindert schuldfähig gewesen sei.

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