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Prozess um Fahrradwurf: Urteil frühestens nächstes Jahr

Prozess um Fahrradwurf : Urteil frühestens nächstes Jahr

Im Prozess um den folgenschweren Wurf eines Kinderfahrrads aus dem siebten Stock eines Ratinger Hochhauses soll das Urteil am Amtsgericht erst im kommenden Jahr fallen. Das Fahrrad hatte einen 25-jährigen Mann am Kopf getroffen. Er ist seitdem schwer körperbehindert und gelähmt.

Angeklagt ist eine 35-Jährige, die das Rad im Juli 2005 aus Wut nach einem Streit mit ihrem Freund vom Balkon geworfen haben soll. Weil die Frau und auch ihr Freund bislang geschwiegen haben, will das Gericht nun andere Wege gehen, um den Fall doch noch aufzuklären.

So soll unter anderem in dem Hochhaus im Januar ein Ortstermin stattfinden, um das Unglück nachzustellen. Außerdem soll ein Sachverständiger möglicherweise prüfen, ob die 1,55 Meter kleine Frau überhaupt in der Lage war, das Rad über die Balkonbrüstung zu hieven, oder ob nicht doch ihr Freund als Täter in Frage kommt.

(afp2)