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Düsseldorf: Uniklinik-Chef Raab will sich vorerst nicht äußern

Düsseldorf : Uniklinik-Chef Raab will sich vorerst nicht äußern

Der Ärztliche Direktor der Uni-Klinik, Wolfgang Raab (60), will wegen des schwebenden Verfahrens vorerst keine Stellungnahme abgeben zur Anklage wegen des Verdachts der Untreue, die die Staatsanwaltschaft gegen ihn erhoben hat. So verlautet es aus der Pressestelle der Klinik.

Ähnlich äußert sich der Rektor der Universität, Michael Piper, und Peter Dominiak, Präsident der Universität Lübeck, der seit wenigen Tagen neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Uni-Klinik ist.

Die Staatsanwaltschaft wirft Raab vor, "neben seiner Tätigkeit als Ärztlicher Direktor unter Inanspruchnahme von wissenschaftlichem und nicht-wissenschaftlichem Personal des Klinikums über den genehmigten Umfang hinaus eine zahnärztliche Privatambulanz betrieben zu haben". Ein Zahnarzt sei mehr als vier Jahre zweckwidrig beschäftigt worden, der Schaden liege bei 350 000 Euro.

Ermittelt wurde mehr als eineinhalb Jahre, es gab sogar Durchsuchungen. Hintergrund: Raab hat als Direktor der Zahnklinik, die er durch schlaues Sparen und Umstrukturierung vor dem Aus rettete, das so genannte Privatliquidationsrecht, das ihm die Ambulanz erlaubt. Als er 2006 Ärztlicher Direktor der Klinik wurde und diese auf gesunde Beine stellte, sollte die Privatambulanz sein Einkommen sichern.

(ujr)