Mensa auf Italienisch: Uni-Restaurant "Vita" wird wiedereröffnet

Mensa auf Italienisch: Uni-Restaurant "Vita" wird wiedereröffnet

Für 3,8 Millionen Euro hat das Studentenwerk das Uni-Restaurant, ein Gebäude aus den 1970er Jahren, renovieren lassen. Heute wird das "Vita" offiziell wiedereröffnet: An Countern werden Pizza, Pasta oder Grillfleisch nun frisch zubereitet. Dazu gibt es Salat und Antipasti.

Es ist kein Vergleich zu vorher. Wo graue Betonwände und eine unansehnliche braune Decke waren, strahlen nun blitzblanke, weiße Wände und eine Licht-Installation in Rot, Grün, Blau und Violett: Das renovierte Uni-Restaurant des Studentenwerkes (nicht zu verwechseln mit der Mensa) erstrahlt tatsächlich in neuem Glanz. Drei Monate hat die Renovierung des Gebäudes aus den 1970er Jahren gedauert, 3,8 Millionen Euro hat das Studentenwerk in diese Radikalkur des arg in die Jahre gekommenen Restaurants gesteckt.

Dafür wurden Wände herausgerissen, Einheiten wie die alte Spülküche abgebrochen und verlagert, technische Anlagen erneuert. Es wurde ein neuer Boden verlegt, die Küche wurde umgerüstet, eine Bar eingerichtet. Mit undurchsichtigen Glaswänden abgetrennt ist darüber hinaus die "Heinrich-Heine-Lounge" entstanden. Dort soll Platz sein für Tagungen, Seminare oder uni-interne Feiern; die Größte ist mit Hilfe von mobilen Trennwänden variabel.

Zusätzlich zur Renovierung gibt es auch einen neuen Namen, "Campus Vita" und ein neues Konzept: Die vorwiegend italienisch angehauchten Gerichte werden an drei Countern frisch zubereitet. Es gibt verschiedene Pasta-Sorten mit unterschiedlichen Saucen, Pizza und Grillfleisch mit Pommes, Nudeln oder einer anderen Beilage. Zudem werden in Kühltheken Salat im Schälchen, Desserts und Antipasti angeboten.

"Essen und Trinken sollen gesund, abwechslungsreich und entspannend sein", sagt Studentenwerks-Geschäftsführer Frank Zehetner. "Aber auch der Genuss darf nicht zu kurz kommen." Dazu zählt etwa, dass die Gäste an der in das Restaurant integrierten Bar nach dem Essen auch einen Espresso oder Cappuccino trinken können und dass unabhängig von der Uhrzeit Cocktails angeboten werden. "Wir wollten bewusst keine zweite Mensa haben", so Frank Zehetner. "Wir wollen den Studierenden und den anderen Gästen ein edles Ambiente anbieten. Edel, aber nicht übertrieben luxuriös."

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Das neue Konzept scheint bei den Studierenden gut anzukommen. Schon in der ersten Woche, in der vor der offiziellen Eröffnung der Betrieb erprobt wurde, wurden täglich 400 Essen ausgegeben. "Wir hoffen natürlich, dass es noch mehr werden, wenn der Betrieb richtig läuft", so Zehetner. Ab 8. Dezember öffnet das Restaurant auch abends ab 17 Uhr.

"Es ist jetzt viel moderner hier als vorher", findet Dustin Koehler. "Und vor allem: Das Essen ist warm, wenn man es isst." Anders als in der Mensa wird im Restaurant erst nach dem Essen bezahlt: Jeder, der das Restaurant betritt, bekommt eine Art Verzehrkarte mit integriertem Computerchip in die Hand gedrückt. Auf dieser Karte wird alles verbucht, was er oder sie isst oder trinkt. Bezahlt wird erst beim Verlassen des Restaurants.

Koehlers Kommilitonin Ronja Kruse gefällt vor allem, dass es eine größere Auswahl an Essen gibt als vor der Renovierung. "Das finde ich super", sagt die Studentin — und grinst, denn sie hat sich für das einzige Gericht entschieden, das es schon vor Renovierung und neuem Konzept gab: Currywurst mit Pommes. Rund jeder fünfte Esser im Restaurant entscheidet sich für das kalorienreiche Fastfood-Gericht. Die Entscheidung, es beizubehalten, fiel dem Studentenwerk daher nicht schwer: "Italienische Küche hin oder her", so Frank Zehetner. "Die Currywurst konnten wir unseren Gästen nicht wegnehmen — dafür ist sie zu beliebt."

(RP)
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