Kundgebung in Düsseldorf Mitarbeiter der Uni-Kliniken demonstrieren für mehr Personal

Düsseldorf · Die Gewerkschaft Verdi hatte zu einer Demonstration in Düsseldorf aufgerufen. Die Mitarbeiter aus den Uni-Kliniken betonten, dass dringend mehr Personal gebraucht werde. Das am Freitag gemachte Angebot der Arbeitgeber nannte Verdi-Chef Frank Werneke „teils enttäuschend“.

 „Wir können uns nicht teilen“ steht auf dem T-Shirt, das Carina Köster (mit roter Kappe) und Amelie Brunnner (Mi.) gemeinsam tragen. Links neben den beiden: Maria Perez, die an der Düsseldorfer Uni-Klinik arbeitet.

„Wir können uns nicht teilen“ steht auf dem T-Shirt, das Carina Köster (mit roter Kappe) und Amelie Brunnner (Mi.) gemeinsam tragen. Links neben den beiden: Maria Perez, die an der Düsseldorfer Uni-Klinik arbeitet.

Foto: Jörg Janssen

Mit Trillerpfeifen, Transparenten und Sprechchören demonstrierten am Freitag mehrere Hundert Beschäftigte aus den sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen für einen Entlastungstarifvertrag. Mit dem Protestzug durch die Düsseldorfer City, der mit einer Abschlusskundgebung im Hofgarten endete, untermauerte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Forderungen. Der Streit um Personalaufbau und bessere Arbeitsbedingungen läuft bereits seit mehr als sechs Wochen und hat erhebliche Auswirkungen auf die Patientenversorgung.

„Wir sind hier, gerade weil uns die Patienten am Herzen liegen“, sagt Maria Perez bei der Auftakt-Kundgebung vor dem DGB-Haus. Seit 21 Jahren arbeitet die 46-Jährige am Düsseldorfer Universitätsklinikum (UKD) in der Radiologie. Was sie und ihre Kollegen mit dem Streik erreichen wollen, erläutert sie an einem Beispiel: „Bei einer Computer-Tomografie muss es auf jeden Fall zwei medizinisch-technische Assistenten geben, um die Patienten bestmöglich versorgen zu können.“ Neben ihr stehen Carina Köster und Amelie Brunner, die in Köln auf der Intensivstation der Uni-Klinik arbeiten. Beide tragen ein gemeinsames Shirt mit der Aufschrift „Wir können uns nicht teilen“ und berichten über Personalknappheit und spontane Notdienste, in denen die Situation nicht mehr weit von einer Patientengefährdung entfernt gewesen sei. „Wir sind hier, weil wir so etwas nicht mehr erleben wollen“, sagt Köster.

Den Statements auf der Bühne hört Verdi-Bundeschef Frank Werneke aufmerksam zu. Das am Vormittag von den Arbeitgebern vorgelegte erste konkrete Angebot sieht er kritisch. Es sei zumindest „teilweise enttäuschend“, sagt er. Für die aktuellen Probleme in den Uni-Kliniken trügen vor allem die Arbeitgeber die Verantwortung: „Das heute vorgelegte Angebot hätte es als Basis für Verhandlungen bereits vor fünf Wochen geben können.“

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