Shakira und Jeremy Irons bei Unesco-Gala: Unesco-Gala: "Kinder sind die Zukunft der Welt"

Shakira und Jeremy Irons bei Unesco-Gala : Unesco-Gala: "Kinder sind die Zukunft der Welt"

Düsseldorf/Neuss (dto). Den Höhepunkt des Abends gab es um Mitternacht: Weltstar Shakira präsentierte ihre Hits und ihren Hüftschwung und brachte den Saal zum Kochen. Rund 1.200 Gäste, darunter Prominente wie Hollywood-Star Jeremy Irons, kamen am Samstagabend zur glanzvollen Benefiz-Gala für Kinder in Not in Neuss. Geladen hatte Unesco-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven, die am Ende der rauschenden Ballnacht die Spendensumme von 1,8 Millionen Euro vermelden konnte. Einen Skandal gab es dennoch: Der Mit-Organisator und Promibeschaffer der Gala, Heiko Günther, war am Freitagabend von der Polizei festgenommen worden, weil gegen ihn zwei Haftbefehle vorlagen.

Heiko Günther wird unter anderem schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Für eine Kaution von 25.000 Euro kam vorerst auf freien Fuß, nach dem Fest musste Günther zurück in Untersuchungshaft. Günther hatte Großes versprochen: Stars wie Penelope Cruz und Milla Jovovich sowie die beiden Top-Models Laetitia Casta und Eva Herzigova sollten am Samstag nach Neuss kommen. Aber von denen fehlte im Swissotel jede Spur.

Dennoch war die Gala ein voller Erfolg. 1,8 Millionen Euro kamen zusammen, ein Riesen-Spendenscheck stehe zudem am Dienstag noch aus, sagte die hartnäckige Kämpferin für die Ärmsten der Armen auf der Bühne des Festsaals. Sie erwarte möglicherweise noch einmal die doppelte Summe. Im vergangenen Jahr hätten Terror-Anschläge, der Tsunami in Südasien und das Erdbeben in Pakistan die Menschen erschüttert: "Doch die Kinder der Welt erleben täglich ihren Tsunami, ihr Erdbeben." 30.000 von ihnen sterben Ohoven zufolge jeden Tag: "Wir dürfen nicht zuschauen. Wir müssen es lernen, mit den Ausgestoßenen zu teilen."

Sängerin Shakira, die in ihrer kolumbianischen Heimat die Stiftung "Pies Descalzos" für benachteiligte Kinder gegründet hat, dankte den Anwesenden "für den Willen etwas zu ändern" ehe sie ihre Welthits wie "La Tortura" und "Underneath Your Clothes" präsentierte. Viele weitere internationale Top-Stars machten aus der Gala ein glanzvolles Event - unter ihnen "Dallas"-Fiesling Larry Hagman, der seinen weißen Cowboyhut auch auf der Bühne nicht abnahm, die Schauspielerinnen Ornella Muti und Geraldine Chaplin, Deutschlands Hollywood-Export Diane Kruger und Oscar-Preisträger Jeremy Irons.

"Kinder sind die Zukunft der Welt", sagte Irons. "Ein Weg, der Welt eine bessere Zukunft zu geben, ist den Kindern zu helfen." Der Schauspieler fungierte an diesem Abend als Pate für den Frieden: "Ich hoffe, dass ich die Verantwortung erfüllen kann." Wenn seine Anwesenheit auf der Gala Aufmerksamkeit auf die Situation benachteiligter Menschen lenken könne, dann sei dies ein einfacher Weg, sich für sein eigenes Glück zu revanchieren.

Die First Lady der Ukraine, Katherina Juschtschenko, nahm eine Ehrenmedaille der Unesco aus den Händen des aus der Ukraine stammenden Boxers Wladimir Klitschko entgegen. Bei Ohoven bedankte sie sich für deren großes und vor allem vorbildliches Engagement: "Sie ist in den letzten Monaten eine gute Freundin geworden."

Ehrenpreis für Arthur Cohn

Einen Ehrenpreis erhielt der Schirmherr des Abends, der Filmproduzent und sechsfache Oscar-Gewinner Arthur Cohn. "Seine Filme zerren nicht an den Nerven des Zuschauers, sie zielen direkt in sein Herz", sagte TV-Moderator Thomas Gottschalk in der Laudatio für seinen Freund. Immer wieder stünden die Kinder im Mittelpunkt der Filme von Arthur Cohn. Dieser habe die Gabe, "mit der einen Hand zu geben, mit der anderen doch seine sechs Oscars festzuhalten".

Cohn war sichtlich erfreut über die besondere Auszeichnung, die vor ihm unter anderem bereits der Dalai Lama und Sir Peter Ustinov erhalten haben. Dieser Abend setze wichtige Signale, sagte der Produzent, der die große Bedeutung der Hilfe für Kinder hervorhob: "Kinder sind kleine Menschen. Menschen sind große Kinder."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Shakira und andere Promis bei der Unesco-Gala

(ap)
Mehr von RP ONLINE