Umweltspur in Düsseldorf: Politik muss Lösungen schaffen statt zu drangsalieren

Kommentar zur Düsseldorfer Umweltspur : Politik muss Lösungen schaffen statt zu drangsalieren

Man kann Menschen in die Pflicht nehmen. Dann aber muss es für die Pendler auch gute Alternativen zum Auto geben. Die Boom-Stadt Düsseldorf ist auf einen neuen Mix bei den Verkehrsmitteln angewiesen.

Es ist richtig, dass etwas passiert für bessere Luft in unseren Straßen. Beschränkungen für Einpendler müssen aber mit Alternativen einhergehen. Solange es keine neuen Angebote im öffentlichen Nahverkehr gibt, sind Maßnahmen wie die dritte Umweltspur nicht akzeptabel. Sie führen zu Gefahr auf der Autobahn und machen Menschen auf dem Weg zur Arbeit das Leben unnötig schwer. Mehr Stau und Umfahrungen machen die Luft auch nicht besser.

Man kann Menschen in die Pflicht nehmen: Aber dann muss es für rund 210.000 Auto-Einpendler zigtausend neue P&R-Stellplätze geben, Shuttle-Buslinien, Zugverbindungen etc. Die Stadt muss dafür mehr tun. Sollten CDU und FDP die dritte Umweltspur im Stadtrat stoppen, sind sie im Anschluss in der Pflicht. Die Boom-Stadt Düsseldorf ist auf einen neuen Mix bei den Verkehrsmitteln angewiesen, denn mehr Menschen in der Stadt nutzen den gleichen Verkehrsraum. Alte Zöpfe gehören abgeschnitten, Politik muss jedoch Lösungen schaffen statt zu drangsalieren.