Umweltspur Düsseldorf: Zusätzliche Messungen von Umweltamt

Wegen Umweltspuren in Düsseldorf : Umweltamt prüft Luft mit Passivsammlern

Das Umweltamt führt zusätzliche Messungen zur Luftqualität entlang der Umweltspuren durch. Um weitere Erkenntnisse zu dem Verkehrsversuch zu bekommen, benutzt das Umweltamt sogenannte Passivsammler.

Passivsammler erlauben eine einfache und kostengünstige Überwachung der Stickstoffdioxid-Belastung, ohne aufwändige und große Messeinrichtungen installieren zu müssen, heißt es in einer Informationsvorlage aus dem Umweltausschuss, der am Donnerstag zusammenkommt. Die Probenahmeröhrchen der Passivsammler kommen rund einen Monat zum Einsatz und werden anschließend im Labor analysiert. An der Prinz-Georg-Straße und der Merowingerstraße wurden die Passivsammler bereits bei der Inbetriebnahme der Umweltspuren im April angebracht, an der Erasmusstraße, am Kennedydamm und an der Corneliusstraße im November.

Um die Stickstoffdioxid-Belastung auch auf den Ausweichrouten der Umweltspuren zu erfassen, wurden im April Passivsammler an der Volmerswerther Straße installiert. Mit Start der dritten Umweltspur in Düsseldorfs Süden auch an der Kölner Landstraße im ersten Häuserblock nördlich des Werstener Kreuzes und an der Oberbilker Allee. Luftmessungen auf dem Lastring – Südring und Dorotheenstraße – sowie auf der Bernburger Straße wurden bereits vor Beginn der Umweltspuren aufgenommen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW sagt über die Qualität der Messungen mittels der Passivsammler: „Erst ab einem Messzeitraum von sechs Monaten lässt sich einigermaßen zuverlässig eine Tendenz zum Jahresmittelwert ableiten. Ein valider Vergleich des Jahresmittelwertes mit dem Grenzwert ist allerdings erst nach einer Messdauer von zwölf Monaten möglich.“ Aus einzelnen Monatswerten ließe sich keine Aussage zur Höhe des Jahreswertes ableiten.