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Baupläne: Ulmer Höh': Wohnen am Park

Baupläne : Ulmer Höh': Wohnen am Park

Grünanlagen und der Erhalt von alten Gefängnisgebäuden wie der Kapelle sind Kernpunkte der Konzepte, die sechs Architektenteams für die neue Nutzung erarbeiten. Sie stellten Bürgern und der Jury eine Zwischenbilanz vor.

Derendorf soll grüner werden, mit neuen Parks und baumbestandenen Wegen die Wohnquartiere attraktiv machen. Das sehen alle Entwürfe vor, die sechs Architekten- und Grünplaner-Teams für die neue Nutzung des Geländes der Ulmer Höh' am Dienstag auf einer Bürgerversammlung vorstellten. Und für die Identifikation mit dem Stadtviertel sollen alte Gebäude genutzt werden, allen voran die Kapelle, aber auch das Gebäude des Frauengefängnisses.

Den Erhalt der Gebäude und das Anlegen eines neuen Parks verband das niederländische Architekturbüro Khandekar konsequent. Es schlug auf dem kreuzförmigen Grundriss des Männergefängnisses eine kreuzförmige Allee mit einem grünen Kern vor - gleichsam als Fußabdruck des alten Gefängnisses in der neuen Umgebung. Die unteren Etagen der Kapelle könnten als Durchgang zum Park gestaltet werden, die Kapelle in dem oberen Geschoss für Künstler eingerichtet werden.

In den Mittelpunkt der Überlegungen stellte auch das Düsseldorfer Büro gentes die Kapelle. Sie könne Mittelpunkt in einem Park werden, der die Ulmenstraße mit der Metzerstraße verbindet. Um dann aber den nötigen Platz für Wohnungen zu schaffen, müssten an einigen Stellen sehr hohe Häuser geschaffen werden. Als Alternative seien kleine, miteinander verbundene Höfe mit kleinen Wohnblöcken denkbar.

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Einen Park als Achse durch das neue Gelände mit zwei klar zu erkennenden Eingangsbereichen an der Ulmen- und Metzerstraße will das Büro Allerkamp schaffen, um das neue Quartier mit dem Frankenplatz und der Metzer Straße zu verbinden. Ebenfalls eine Grünachse durch das neue Viertel schlug das Kölner Büro Astoc vor, allerdings parallel zur Ulmenstraße. Das junge Büro van Oefele/Hinnenthal setzt dagegen mehr auf eine zentrale Fläche in der Mitte neben der Kapelle und dazu auf mehrere kleine Flächen für unterschiedliche Nutzungen bis hin zum urbanen Gärtnern.

Einen anderen Ansatz wählte das Düsseldorf SOP. Es will die Umgehungswege des ehemaligen Gefängnisses mit ihrem Baumbestand erhalten und damit an die gewachsene Struktur erinnern. Entlang der Wege werden Wohnblocks errichtet. Auch die anderen Büros schlagen Häuserblocks vor, die dem Charakter der umliegenden bestehenden Wohnquartiere angepasst sind. Gastronomie an den Parks sei denkbar.

Die Architekten legten Wert auf die Bewertungen der Bürger, etwa zu Parks, Wohnformen und Gebäudehöhen. Sie sollen in die Detailplanung einfließen, mit der jetzt begonnen wird.

(ila)