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Düsseldorf: Uli Geduldig hat Streit um Sportlärm gemeistert

Düsseldorf : Uli Geduldig hat Streit um Sportlärm gemeistert

Beim öffentlichen Krach um Lärm auf Sportplätzen hat Uli Geduldig stets gemahnt, Ruhe zu bewahren. Der Vorsitzende des TV Grafenberg hält nichts davon, Kritiker heftig anzugreifen oder auf Konfrontation zu gehen, um die Interessen eines Sportvereins deutlich zu machen.

Aber trotz der Überzeugung, dass mit Gesprächen und vernünftigen Kompromissen am meisten zu erreichen ist, war Geduldig froh, dass Ende Juni 2013 die Diskussion um die Beschwerden von Nachbarn über den Lärm beim Sportbetrieb des 125 Jahre alten TV Grafenbergs einen starken öffentlichen Widerhall fand. Denn für seinen Verein stand wie für viele andere Sportvereine die Existenz auf dem Spiel.

Denn hätte das Sportamt, das auf Beschwerden von Anwohnern reagierte, seine angedrohten harten Auflagen durchgesetzt, hätte der TV Grafenberg Jugendmannschaften schließen müssen, wäre der Ligabetrieb kaum aufrechtzuerhalten gewesen.

Zu Geduldigs Erleichterung ist es dazu nicht gekommen. "Durch unsere Selbstverpflichtung, bestimmte Ruhezeiten einzuhalten, und die Sportler und Zuschauer zu ermahnen, wenn es zu laut sein sollte, ist ein Ausgleich mit dem Sportamt erreicht worden", berichtet er. Aber wichtiger als dieser Kompromiss ist für ihn das Ergebnis der öffentlichen Diskussion.

Es sei deutlich, dass wegen des Eigeninteresses von einigen wenigen Nachbarn nicht die wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft, die ein Verein leistet, aufs Spiel gesetzt werden dürfe. Hilfreich sei auch die Resolution des Rates gewesen, in der Gesetzgebung den Lärm auf Sportplätzen als zumutbar zuzulassen wie das Kinderspiel in Kitas. "Gemessen an der Lärmbelästigung in einer Stadt machen Kitas und Sportspiele keinen Krach", sagt Geduldig. Er weiß, wovon er spricht. Denn er hat an der Ludenberger Straße gewohnt, einer der lautesten Verkehrsachsen in Düsseldorf.

(RP)