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Ukraine-Krieg: Düsseldorf hängt Moskau-Schilder ab​

Ukraine-Krieg : Düsseldorf hängt Moskau-Schilder ab

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller hat die Demontage der Moskau-Schilder angeordnet, die auf die Städtepartnerschaft hinweisen. Diese waren in den vergangenen Monaten immer wieder beschmutzt worden. Welche Schilder stattdessen aufgehängt werden sollen.

Die Stadt Düsseldorf setzt ein weiteres Zeichen dafür, dass sie den Krieg Russlands gegen die Ukraine verurteilt. Seit der völkerrechtswidrigen Invasion Russlands in die Ukraine ruht die Städtepartnerschaft mit Moskau. Die entsprechenden städtepartnerschaftlichen Ortseingangsschilder blieben zunächst allerdings hängen – und wurden immer wieder beschmutzt oder beschädigt. Zuletzt wurden sogar fünf Moskau-Schilder durch das Amt für Verkehrsmanagement demontiert und in die Aufbereitung gegeben.

Oberbürgermeister Stephan Keller hat nun die Demontage der übrigen drei Moskau-Schilder angeordnet: „Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein beispielloser Akt der Aggression und macht einen Austausch auf offizieller Ebene derzeit unmöglich.“

Ein erneutes Anbringen der bereits demontierten Schilder würde ein völlig falsches Signal senden, meint das Stadtoberhaupt. Er habe daher auch die übrigen Schilder abnehmen lassen. „Solange die Städtepartnerschaft mit Moskau ruht, werden sie eingelagert“, sagt der Oberbürgermeister.

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Die Kontakte mit Moskau bestehen bereits seit dem Ende der 1960er-Jahre, als Vertreter der Stadt Düsseldorf und der Messe Düsseldorf (vormals NOWEA) in die russische Hauptstadt reisten. Eine offizielle Städtepartnerschaft wurde dann 1992 besiegelt.

Bereits wenige Tage nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine legte die Stadt dann die Städte-Partnerschaft auf Eis. Danach wurde wiederum eine neue Partnerschaft mit der westukrainischen Stadt Czernowitz beschlossen. Die Schilder dieser neuen Partnerstadt, in die auch schon Hilfsgüter verschickt wurden, sollen in den nächsten Wochen montiert werden.