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Düsseldorf: U-Bahnhof wegen beißenden Gestanks evakuiert

Düsseldorf : U-Bahnhof wegen beißenden Gestanks evakuiert

Rund zwei Stunden war der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee gesperrt. Bei Bauarbeiten war Klebstoff verdampft.

Wegen einer chemischen Reaktion bei Bauarbeiten musste der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee evakuiert werden. Passanten berichteten, dass am Vormittag ein gelblicher Rauch sowohl in der Passage als auch an den Bahnsteigen zu sehen gewesen sei. Zudem war ein beißender Geruch wahrnehmbar. Menschen seien regelrecht in die Bahnen geflüchtet. Als ein Rheinbahnfahrer den Gestank bemerkte, alarmierte er die Feuerwehr. Ursächlich für die Geruchsbelästigung war eine chemische Reaktion, die es bei Bauarbeiten innerhalb des U-Bahnhofs gegeben hatte. Dort wird für die Wehrhahn-Linie ein neues Gleis errichtet. Laut Feuerwehr hatten Bauarbeiter einen Klebstoff angerührt, der schnell aufgerollt werden muss. Da es beim Auftragen des Stoffes zu einer Verzögerung kam, setzte sich früher als geplant bereits im Anrührbehälter Wärme frei. "Dadurch verdampfte der flüssige Haftklebstoff und sorgte für einen beißenden Geruch", erklärte Feuerwehrsprecher Heinz Engels gestern.

Umweltamt und Feuerwehr führten Luftmessungen durch. Dabei wurde festgestellt: Gefahr für Passanten oder Bauarbeiter bestand zu keiner Zeit. Während der Entlüfungsmaßnahmen wurden die Bahnen nicht umgeleitet, machten aber keinen Halt im U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee. Dass die Bahnen einfach durch den Tunnelbereich weiterfuhren, hatte laut Feuerwehr einen positiven Effekt: Es trug zu "Geruchsverdünnung" bei. Zusätzlich wurde ein Großlüfter an der Ecke Heinrich-Heine-Allee/Theodor-Körner-Straße aufgestellt. Beeinträchtigungen auf die Baustelle hatte der Vorfall nicht.

Während des Einsatzes erlitt eine Frau aus Ratingen einen Asthma-Anfall und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

(ila/mro)