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Düsseldorf: U-Bahn-Rolltreppen nicht in Schuss

Düsseldorf : U-Bahn-Rolltreppen nicht in Schuss

Sie sind das Sorgenkind der Wehrhahn-Linie: Die Rolltreppen des Unternehmens Otis, die auch nach Ablauf der von der Rheinbahn gesetzten Frist nicht richtig laufen.

Die "Otis Elevator Company" ist für die Montage und Wartung der Transportsysteme an den Stationen verantwortlich. Seit der Einweihung der neuen Haltestellen im Februar gab es aber immer wieder Probleme mit Fahrstühlen und Rolltreppen. In der Anfangszeit wurde dies von Fahrgästen und Rheinbahn noch als Startschwierigkeit interpretiert. Nachdem Monate vergangen waren, sorgten die defekten Treppen dann aber für so großem Unmut, dass es Mitte Juli zu einem Krisentreffen zwischen Rheinbahn-Vorstand und Stadtvertretern des Otis-Konzerns kam.

Das Ergebnis: Bis 1. August sollte das Unternehmen Zeit haben, die fehlerhaften Rolltreppen und Aufzüge entlang der Wehrhahn-Linie zu reparieren. Diese Frist ist nun abgelaufen - in Schuss sind trotzdem noch nicht alle Rolltreppen. So gab es beispielsweise an der Haltestelle Kirchplatz gestern auch zur Mittagszeit noch Probleme.

Es sei tatsächlich so, dass noch nicht alles wie gewünscht funktioniere, bestätigte ein Sprecher der Rheinbahn am Nachmittag. Die Tendenz gehe aber deutlich hin zum Besseren. Der Hersteller Otis stehe nun in der Pflicht, die Störungszahlen so weit wie möglich zu verringern - und das zeitnah.

Pläne, ein anderes Unternehmen zu beauftragen, gibt es vorerst nicht. "Wir haben nicht den Eindruck, dass Otis ein hoffnungsloser Fall ist", hieß es seitens der Rheinbahn. Immerhin werde bei Rolltreppen nie eine Verfügbarkeit von 100 Prozent erreicht. Zumindest eine Einsatzfähigkeit der Treppen wie an den alten Haltestellen in Düsseldorf werde aber erwartet. Und diese läge immerhin bei 98 bis 99 Prozent.

Otis betreibt entlang der Wehrhahn-Linie 36 Rolltreppen. Fallen diese aus, ist das besonders für ältere und körperlich beeinträchtigte Menschen problematisch.

(RP)