Neue Verbindung für Pendler? U 81: Stadt plant Studie zu Rheinquerung

Düsseldorf · Wenn OB Dirk Elbers mit Landräten oder Bürgermeistern aus der Nachbarschaft zusammentrifft, steht eine Frage im Zentrum: Wie lässt sich der Verkehr zwischen Düsseldorf und der Region verbessern? Immerhin zählt die Landeshauptstadt täglich fast 300.000 Einpendler.

Der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs spielt also eine besondere Rolle. Innerhalb der Stadtgrenzen wird vor allem der Antrag auf Zuschüsse für die seit langem geplante Verbindung zwischen Flughafen und Messe - die U 81 - vorangetrieben. Die Flächen für die Stadtbahn-Verbindung werden seit Jahren freigehalten. Zwischenzeitlich stockte das Projekt, weil die damalige Stadtspitze der Messeumfahrung U 80 den Vorrang gab. Die soll nun allenfalls in Teilen realisiert werden. "Für mich ist immer die U 81 das Thema gewesen", betont Elbers. Dabei hat der CDU-Politiker von Anfang an die FDP an seiner Seite. "Die U 81 ist vordringlich", sagt FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus. "Sie ist das Herzstück für den Ausbau der Stadtbahn in die Region."

Genau das ist das Interessante an dieser Linie: Sie hat das Potenzial, über den Rhein nach Westen weitergeführt zu werden - mit Anbindungen bis Krefeld, Mönchengladbach und Neuss. "Das muss unser Ziel sein, auch wenn es bis dahin vielleicht noch zehn Jahre dauert", sagt Elbers.

Es sei vor allem eine Frage des Geldes, "auch für die Partner in der Region". Er bestätigt, dass mit den linksrheinischen Nachbarn eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden soll.

Dabei wird auch ermittelt, welchen Verkehrswert die Rheinquerung hätte. Er zeigt auf, mit welcher Fahrgastzahl zu rechnen ist. Je höher er ist, desto höher wird das Projekt auf der Prioritätenliste für Zuschüsse von Bund und Land eingestuft. Diskutiert wurde im Fachausschuss auch schon die Frage, ob die Stadtbahn über eine Brücke oder durch einen Tunnel den Rhein queren sollte. "Fährt nur eine Straßenbahn, kann ein Tunnel sogar preiswerter werden", sagt Neuenhaus.