Düsseldorf: TSV Urdenbach hat am Pokal geschnuppert

Düsseldorf: TSV Urdenbach hat am Pokal geschnuppert

Mädchen-Fußball: Bei der 1:6 (1:2)-Niederlage im Finale des U17-Niederrhein-Pokals forderte die TSV-Elf Borussia Mönchengladbach alles ab. Nach Paula Burkerts Verletzung ging die Ordnung verloren.

Im Endspiel des Niederrhein-Pokals lieferten die U17-Fußballerinnen des TSV Urdenbach vor rund 300 Zuschauern dem spielerisch überlegenen Team des Bundesliga-Zweiten VfL Borussia Mönchengladbach lange Zeit einen großen Kampf. Sie schnupperten in Halbzeit eins so auch ein wenig am Pokalsieg. Am Ende aber holte sich der große Favorit, dessen Mädels körperlich gewaltige Vorteile besaßen, sich mit einem 6:1-Erfolg den begehrten Pokal des Fußballverbandes Niederrhein.

Dabei staunten die Gäste nicht schlecht, weil die Heimelf vor der Pause mit geschickter Defensiv-Einstellung und wenigen Kontern ihnen immer wieder Schwierigkeiten bereiteten, ihr Kombinationsspiel auf zu ziehen. Gestützt auf ihre hervorragende Torhüterin, die die relativ wenigen sehr guten Tormöglichkeiten des Favoriten mit Klasse-Paraden vereitelte, hielten die Schützlinge von TSV-Trainer Michael Boll bis zur 31. Minute das 0:0. Mit einigem Glück, denn der VfL verbuchte bis dahin drei Aluminium-Treffer (zweimal Pfosten, einmal Latte).

In der 32. Minute ging die Boll-Elf sogar mit 1:0 in Führung, als die pfeilschnelle Mara Erdweg in der eigenen Hälfte zu einem Solo-Lauf startete, zwei Mönchengladbacherinnen ausspielte und am Ende trotz Bedrängnis den Ball überlegt ins lange Eck des VfL-Tores schoss.

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Jedoch fiel postwendend der Ausgleich, als die TSV-Deckung einmal nicht achtsam war und das Doppeln der Borussia-Stürmerinnen unterließ. Die überragende Gäste-Akteurin Flaka Aslanaj nutzte das zum 1:1. Vier Minuten später traf der VfL durch Imke Verbrugge zum 2:1.

Nach der Pause wurde die Überlegenheit des VfL erdrückend. Aber erst nach der Auswechselung von Paula Burkert (61., Knieverletzung) gerieten die Boll-Girls auf die Verliererstraße. Weil die gewohnten Abläufe nicht mehr griffen und die Kräfte nach einer Stunde nachließen. Amelie Bohnen traf zum 1:3 (67.), Lea Schulze zum 1:4 (73.,), Lena Krieger unterlief bei einem Rettungsversuch ein Eigentor zum 1:5 (73.) und Flaka Aslanaj markierte den 1:6- Endstand.

Michael Boll: "Wir hatten uns vorgenommen, jeden gewonnenen Zweikampf, jeden geblockten Ball als kleinen Erfolg zu sehen. Meine Mannschaft hat viele kleine Erfolge gehabt und der zwei Klassen höher spielenden Bundesliga-Spitzenmannschaft das Leben schwergemacht. Schade, dass der Ausgleich so schnell gefallen ist. Ein Glück, dass Paulas Knie-Verletzung kein Kreuzbandriss ist."

(RP)