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Tresor-Koloss bietet 5500 Schließfächer in der Düsseldorfer City

Neubau neben der Oper : Tresor-Koloss bietet 5500 Schließfächer an der Heine-Allee

Das Unternehmen Trisor zieht im nächsten Jahr in den Neubau neben der Oper. Welches Angebot es geben und welcher Preis dafür fällig sein wird.

Mit einem neuen Konzept für Schließfächer kommt das Unternehmen Trisor aus Berlin nach Düsseldorf. Im nächsten Jahr will es in den Neubau neben der Oper an der Heinrich-Heine-Allee 20-22 ziehen. Zurzeit wird dort noch gebaut, Projektname „New H“.

Das Besondere: Der gigantische Tresor mit 5500 Schließfächern auf 400 Quadratmetern ist mit Robotertechnologie ausgerüstet, sodass Kunden jederzeit Zugang zu ihrem Schließfach haben. 100 Tonnen wiegt die Konstruktion mit 15 Zentimeter dicken Wänden aus Stahlbeton mit Spezialarmierung – so viel wie ungefähr elf Rheinbahn-Busse.

Den technischen Ablauf beschreibt das Unternehmen wie folgt: Ein Roboter transportiert die Schließfächer automatisch zu den Ausgabeterminals. Personal muss nicht anwesend sein. Zugang haben die Kunden über eine Drei-Faktor-Authentifizierung mittels einer Chipkarte, des eigenen Fingerabdrucks und einer Pin. Die sensiblen Daten seien mit einer „komplexen Tech-Infrastruktur mit Krypto-Verschlüsselung“ geschützt, verspricht Trisor. Zusätzlich sei ein VdS-zertifizierter Wachschutz im Einsatz. Übrigens kommt es dem Unternehmen offenbar auch auf den Look des Hochsicherheitstrakts an. Architekt Hadi Teherani gestaltet das Interieur, wie er das etwa bereits am Standort in München getan hat.

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Die Geschäftsidee: Während Banken aufgrund der Digitalisierung vieler Kundenprozesse immer mehr Filialen schließen und damit Schließfächer verschwinden, will Trisor die entstehende Versorgungslücke schließen. Nach Filialen in Berlin und München folgen jetzt neben Düsseldorf auch Standorte in Stuttgart, Hamburg, Köln und Nürnberg.

„Die Notwendigkeit eines Schließfachs steht außer Frage – das wissen alle Menschen, die etwas Wertvolles ihr Eigen nennen“, sagt Marco Wild, Geschäftsführer der Trisor GmbH. „In Düsseldorf sind wir besonders stolz, in bester Lage unseren Service anzubieten.“ Wild kündigt zudem Kooperationen mit ortsansässigen Banken an, die ihren Kunden Schließfächer anbieten wollen.

Im Unterschied zu Schließfächern etwa bei der PSD-Bank Rhein-Ruhr oder der Stadtsparkasse sind die Kosten bei Trisor allerdings deutlich höher. Sie liegen für drei Größen bei 25, 38 oder 62 Euro pro Monat. Bei den Banken fallen die Gebühren dagegen deutlich günstiger aus. Bei der PSD-Bank sind es etwa für die größte in der Dimension vergleichbare Version 110 Euro pro Jahr. Monatliche Gebühren gibt es allerdings nicht.