Transparenz für Vereine

Transparenz für Vereine

Im Rasenmäher-Fall geht es nicht darum, ob der Golfclub sich falsch verhalten hat. Wenn ein Verein eine so hohe Förderung mitnehmen kann, dann wäre er schlecht beraten, wenn er das nicht tut. Die Frage ist vielmehr, nach welchen Kriterien die Entscheidungen getroffen werden. Darüber scheint man sich zu wenige Gedanken gemacht zu haben.

Da stellen gestandene Politiker fest, dass sie nie richtig nachgefragt haben, was das Sportamt treibt. Und der Dezernent entreißt dem Amtsleiter forsch die Verantwortung. Er will vorerst jeden größeren Antrag auf dem eigenen Schreibtisch sehen - Vertrauen sieht anders aus.

Jetzt muss schnell ein besseres, faireres Verfahren erarbeitet werden. Das ist nicht zuletzt wichtig, weil der Spardruck steigt. Nicht jeder Verein wird jede Summe bekommen. Aber alle haben ein Recht auf transparente Beschlüsse.

arne.lieb@rheinische-post.de

(RP)