Düsseldorf: Trägerverein NRW-Forum aufgelöst: Nun wartet man auf neues Konzept

Düsseldorf: Trägerverein NRW-Forum aufgelöst: Nun wartet man auf neues Konzept

Ein weiterer, wenn auch eher formaler Schritt hin zum Ende des NRW-Forums heutiger Prägung. Die Stadt teilte am Dienstag lapidar mit: Nach dem Rückzug des Landes Nordrhein-Westfalen aus der Finanzierung des NRW-Forums und der Kündigung der Vereinsmitgliedschaft haben jetzt Kuratorium und Mitgliederversammlung daraus die formalen Konsequenzen gezogen und einstimmig die Auflösung des Vereins zum 31. Dezember 2013 beschlossen.

Mit diesem Schritt wird auch vereinsrechtlich die Beendigung der Arbeit von Petra Wenzel und Werner Lippert vollzogen. "Das NRW-Forum hat mit seinen Ausstellungen den Zeitgeist getroffen und eine große Bandbreite von Besuchern erreicht.

Die Stadt wird sicherstellen, dass dieses Gebäude auch weiterhin kulturell genutzt wird", erläutert Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Die zukünftige Konzeption wird in Kürze den zuständigen Gremien vorgestellt. Wie die aussehen wird, ist noch nicht klar, über die künftige Ausrichtung des Forums gab es erhebliche Streitereien in der Politik.

Mit Spannung wird daher erwartet, welches Konzept Politik und Stadt für die Zukunft des NRW-Forums vorstellen. Das Kulturhaus, das immer wieder mit Ausstellungen zu Fotografie, Mode und Lifestyle für Aufsehen sorgte, steht jedenfalls vor einem Umbruch: Ende 2013 steigt das Land aus der Förderung aus. Und die Stadt ist nicht bereit, mehr als die bisher gezahlte Summe von 450 000 Euro aus eigener Kasse zuzusteuern.

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Alle Beteiligten sind allerdings entschlossen, das Museum mit neuem Namen, aber ähnlichem Schwerpunkt weiterzuführen: Die Ausstellungen sollen die Bedeutung der Fotografiestadt Düsseldorf betonen und — wie auch das NRW-Forum — eine Anbindung an die Kreativwirtschaft suchen.

Organisatorisch soll das Ausstellungshaus an das benachbarte Museum Kunstpalast angegliedert werden. Dessen Leiter Beat Wismer ist auch federführend bei der Erarbeitung des neuen Konzepts. Beteiligt soll auch Fotograf Andreas Gursky sein, der nach seiner Ausstellung im Kunstpalast offenbar weiter mit dem Museum zusammenarbeiten will.

(RP)