Tour de France 2017: NRW zahlt nicht für Mehrkosten des Grand Départ in Düsseldorf

Tour de France in Düsseldorf: NRW zahlt nicht für Mehrkosten des Grand Départ

Schlechte Nachrichten für Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel: Das Land will nicht für die Mehrkosten des Tour-Auftaktes aufkommen. Geisel hatte gesagt, er gehe davon aus, dass sich das Land an den Kosten für die Sicherheit beteiligen werde.

Kein Geld von der nordrhein-westfälischen Landesregierung für den Auftakt der Tour de France: "In der Landesregierung gibt es derzeit keine Überlegungen, die Tour de France 2017 in Düsseldorf mit zusätzlichen Mitteln zu unterstützen", antwortete Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage aus der Grünen-Landtagsfraktion.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hatte nach dem Ende der Tour im vergangenen Monat "etwas höhere Kosten" als die geplanten 13 Millionen Euro eingeräumt und gesagt, er gehe davon aus, dass das Land im Wesentlichen die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen - etwa Containerblockaden - übernehmen werde. Die CDU-Ratsfraktion sprach bereits von 17 Millionen Euro Kosten.

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Nach Angaben der Landesregierung hat das Land den Grand Départ in Düsseldorf mit 200.000 Euro unterstützt. Kommunen und Sportvereine hätten grundsätzlich die Möglichkeit, Landesmittel zur Förderung von Sportgroßveranstaltungen zu erhalten, soweit sie der Sportentwicklung dienten, unterstrich Laschet. So sei auch geplant, den Veranstalter der EuroGames 2020 in Düsseldorf zu unterstützen.

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"Sportgroßveranstaltungen führen für die veranstaltenden Städte und Regionen zu einem erheblichen Imagegewinn", betonte er. Dies bringe "nicht unerhebliche positive ökonomische Effekte" mit sich. "Etliche in diesem Zusammenhang erstellte wissenschaftliche Studien weisen auf die positiven sozialen, politischen und psychologischen Wirkungen von Sportgroßveranstaltungen hin."

(lis)
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